• vom 10.05.2018, 16:32 Uhr

Österreich


Wirtschaftswachstum

Konjunktur kühlt sich zur Jahresmitte leicht ab









  • OeNB sieht schrittweise Rückkehr zu durchschnittlichen Wachstumsraten.


© apa/Roland Schlager © apa/Roland Schlager

Wien. (kle) Österreichs Wirtschaft befindet sich in einer Phase der Hochkonjunktur. Kräftig wachsen werde sie auch in den kommenden Monaten, sagen die Volkswirte der Nationalbank (OeNB). Gegenüber dem konjunkturellen Höhepunkt zum Jahresende 2017 sei zwar eine leichte Abschwächung zur Jahresmitte zu erwarten, das Wachstum bleibe aber über dem langjährigen Durchschnitt.

Im Rahmen ihrer vierteljährlichen Kurzfrist-Prognose rechnen die OeNB-Ökonomen für das zweite und dritte Quartal 2018 mit einem realen Wirtschaftswachstum von 0,7 beziehungsweise 0,6 Prozent (jeweils gegenüber dem Vorquartal). Damit revidieren sie die Prognose für das zweite Quartal im Vergleich zur Prognose vom Dezember um 0,1 Prozentpunkte nach unten. "In Summe deuten die vorliegenden Informationen darauf hin, dass der Konjunkturhöhepunkt gegen Jahresende 2017 erreicht wurde und nunmehr eine schrittweise Rückkehr zu durchschnittlichen Wachstumsraten zu erwarten ist", heißt es in der Notenbank. Beim Wifo spricht man davon, dass die wichtigsten Konjunkturindikatoren zwar weiterhin auf starkes Wachstum hindeuten, sich eine weitere Beschleunigung für die kommenden Quartale aber nicht abzeichnet.


Unsicherheitsfaktor USA
Im dritten und vierten Quartal 2017 hatte das Bruttoinlandsprodukt um je 0,9 Prozent - im Vergleich zum jeweiligen Vorquartal - zugelegt. Im ersten Quartal dieses Jahres belief sich das Plus auf 0,8 Prozent. Nach Einschätzung der Notenbank-Ökonomen dürften sich auch die Jahreswachstumsraten von zuletzt 3,4 Prozent (Auftaktquartal) auf 3,3 und 3,0 Prozent im zweiten und dritten Quartal zurückbilden. Ein Abwärtsrisiko für die heimische Konjunktur sehen die Volkswirte vor allem in "globalen Unsicherheitsfaktoren" wie der weiteren Entwicklung des Handelsstreits mit den USA.

Getragen wird das aktuell starke Wachstum von der Inlands- und der Auslandsnachfrage. Neben einer lebhaften Binnenkonjunktur stützt auch der Außenhandel, angeregt von einer dynamischen Weltkonjunktur. Im Einklang damit erholt sich der heimische Arbeitsmarkt weiter deutlich. Laut Wifo war die Zahl der unselbständig aktiv Beschäftigten im April nach vorläufigen Schätzungen um 91.000 höher als im Vorjahr (plus 2,6 Prozent).




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Dokument erstellt am 2018-05-10 16:00:43
Letzte Änderung am 2018-05-10 16:14:59



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