• vom 15.05.2018, 16:44 Uhr

Österreich

Update: 15.05.2018, 16:56 Uhr

Einzelhandel

Online wächst zehnmal so schnell wie stationärer Handel




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  • Beim Kauf von Büchern, Bekleidung, Schuhen und Elektroartikeln ist der Online-Anteil am höchsten.

- © tashatuvango/stock.adobe.com

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Wien. (apa/kle) Der Handel via Internet wächst gut zehnmal so schnell wie das stationäre Geschäft: Legte Letzteres 2017 um 1,4 Prozent zu, hatte E-Commerce ein Wachstum von 14,2 Prozent - "wenngleich oft auf niedrigem Niveau", wie der Berater Andreas Kreutzer am Dienstag bei der Präsentation einer aktuellen Studie des Handelsverbandes anmerkte.

In absoluten Zahlen gaben die heimischen Privathaushalte 2017 im Bereich Internet- und Versandhandel sowie Teleshopping insgesamt 8,7 Milliarden Euro aus. Besonders hoch war der Online-Anteil bei Druckwerken wie Büchern und Zeitschriften (27,4 Prozent), bei Bekleidung und Schuhen (22,2 Prozent) sowie bei Elektroartikeln (18,3 Prozent). "Trotz massiver Investitionen ist Online-Shopping im Lebensmittelhandel noch eine Nischenangelegenheit", so Kreutzer. Dort wird noch zu 98,5 Prozent in den Filialen gekauft.


Paketzusteller profitieren
Kräftig wächst mit dem Onlinehandel auch das Geschäft der Paketzusteller. Das Paketvolumen im sogenannten B2C-Bereich ("business to consumer") legte im Vorjahr um 27,3 Prozent zu. "2017 lag die Zahl der zugestellten Pakete im B2C-Bereich bei unglaublichen 105,7 Millionen", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Die Logistik könnte aber zum Bremsklotz für das Online-Wachstum werden. Das hätten nur wenige im Griff, meinte Kreutzer.

Die Ausgaben der österreichischen Privathaushalte sind 2017 in Summe etwas langsamer gewachsen als im Jahr davor. Inflationsbereinigt legten sie um 1,7 Prozent auf 182,7 Milliarden Euro zu (nach plus 2,8 Prozent im Jahr 2016), wie aus der Studie hervorgeht.. Davon entfielen 106 Milliarden Euro auf Einzelhandels- und einzelhandelsnahe Ausgaben. Mit einer positiven Entwicklung rechnet der Handelsverband auch für heuer.

Mehr ausgegeben haben die Österreicher im Vorjahr vor allem für Wohnraumbeschaffung, Urlaub und Freizeit sowie Kraftfahrzeuge. Spitzenreiter bei den einzelhandelsrelevanten Ausgaben waren Nahrungs- und Genussmittel mit 22,7 Milliarden Euro, gefolgt von Bekleidung und persönlichen Gebrauchsgütern (11,4 Milliarden Euro). Für Urlaub und Freizeit gaben die Österreicher 28,8 Milliarden Euro aus. Auffallende Ausgabenpositionen waren 2017 laut Studienautor Kreutzer Lebensberatung inklusive Astrologie, Esoterik und Coaching mit 239 Millionen Euro (plus 8,1 Prozent), Erotikartikel mit 204 Millionen Euro (plus 8,5 Prozent) sowie bespielte Bildträger inklusive Downloads und Streaming mit 193 Millionen Euro (plus 20,6 Prozent).




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Dokument erstellt am 2018-05-15 16:48:49
Letzte Änderung am 2018-05-15 16:56:36



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