Die geplante Zug-Allianz zwischen dem deutschen Elektrokonzern Siemens und dem französischen Konkurrenten Alstom nimmt Gestalt an. Das französische Ministerium für Finanzen und Wirtschaft habe Siemens die Genehmigung einer Auslandsinvestition erteilt, teilte der Konzern mit. Zudem habe die französische Finanzaufsicht Siemens von einem verpflichtenden Übernahmeangebot für das neue Unternehmen befreit.

Siemens und Alstom hatten die Zug-Allianz im vergangenen Herbst angekündigt. Der neue Verbund kommt auf rund 15 Milliarden Euro Umsatz, Aufträge von 61 Milliarden Euro und 62.300 Beschäftigte. Die Abstimmung der Alstom-Aktionäre ist für den 17. Juli geplant. Der Hauptsitz soll bei Saint-Ouen bei Paris angesiedelt werden. Die Transaktion soll zum Ende 2018 abgeschlossen werden.

Siemens bringt seine Zug-Sparte Siemens Mobility in Alstom ein und bekommt dafür 50,67 Prozent der Anteile an dem fusionierten Konzern namens Siemens Alstom. Alstom ist an der Pariser Börse 9 Milliarden Euro wert.

Das französische Wirtschaftsministerium hat bei Investitionen ausländischer Unternehmen in bestimmten Branchen das letzte Wort. Die französische Politik war von Anfang an in das Fusionsprojekt eingebunden.

Siemens und Alstom wollen mit dem Bündnis dem chinesischen Branchenriesen CRRC Paroli bieten, der auch nach Europa drängt. Die EU-Kommission und andere Kartellbehörden müssen den Plänen noch zustimmen.