• vom 08.06.2018, 07:02 Uhr

Österreich


Marketingevent

15 Sekunden zwischen Hypes und Fuck-ups




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Von Wolfgang Liu Kuhn

  • In Graz geht das Fifteen Seconds Festival in die fünfte Runde.

- © Fifteen Seconds/Nino Groß

© Fifteen Seconds/Nino Groß

Graz. Am Anfang war die Skepsis. Als die Gründer Thiemo Gillissen und Stefan Stücklschweiger 2014 ihre Konferenz "Marketing Rockstars" an den Start brachten, gab es nicht wenige Zweifler. So ein Format könne nicht funktionieren, schon gar nicht in Graz, dieser Stadt mit dem etwas angestaubten Image einer Pensionisten-Residenz. Zudem gab es kein Netzwerk und wenig Grundverständnis für diese Art von Veranstaltung.

Und doch wurden die hochgesteckten Ziele bereits im ersten Jahr erreicht, es kamen 1300 Besucher. Das Publikum: bärtige Hipster und tätowierte Digitalgurus neben eleganten Managern im feinen Tuch. 2015 folgte die Umbenennung in "Fifteen Seconds", für die nunmehr fünfte Auflage werden 5000 Teilnehmer erwartet.

Auf der Suche nach einer Geschäftsidee

"Wir waren 2012 auf der Suche nach der perfekten Geschäftsidee und haben in diesem Zusammenhang einige Marketing-Konferenzen im Ausland besucht. Dabei haben wir festgestellt, dass es in diesem Bereich qualitative Defizite gab, und wir wollten das Thema neu erfinden", erinnert sich Gründer Stücklschweiger.

Dass sich die Idee durchsetzte, ist in erster Linie der Hartnäckigkeit der beiden Initiatoren zu verdanken: "Wir haben einfach enorm viel Überzeugungsarbeit geleistet und viele, viele Türklinken geputzt. Wir wollten beispielsweise einen ganz bestimmten Speaker bei unserer Veranstaltung, den wir 43 Mal angeschrieben haben - beim 44. Mal hat er dann tatsächlich geantwortet."

Die Speaker reden unentgeltlich

Das prinzipielle Konzept ist bis heute gleich geblieben: Nach wie vor kommen die Speaker unentgeltlich, was angesichts der honorigen Persönlichkeiten durchaus bemerkenswert ist. In diesem Jahr wurden wieder etliche internationale Größen an die Mur gelotst, unter anderem: Lilian Leong, Chief Operations Officer von 9GAG, der Millennial-Entertainment-Plattform mit 150 Millionen Usern. Sergio Rodriguez, Head of Digital Transformation & Innovation bei "El Mundo", der zweitgrößten spanischen Tageszeitung. Mick Batyske, ein New Yorker Multitalent mit Kunden wie Nike, Michelle Obama und Kanye West. Oder Tim Dignard, Sponsorship Manager der UEFA Champions League.

Die vielleicht klingendsten Namen sind der bekannte Futurist und Schriftsteller Ben Hammersley aus London und der New Yorker Digitalstratege Kodi Foster, der den Bereich Data Strategy beim US-Medienkonglomerat Viacom leitet. "Die Veranstaltung hat sich etabliert und genießt einen guten Ruf. Die Vortragenden profitieren vor allem vom Netzwerk-Effekt, weswegen wir hier auch von unserer ‚Speaker Family‘ sprechen. Für sie bietet das Festival vor allem die Chance, neue Businessideen zu generieren und ihren Einfluss zu erweitern", sagt Stücklschweiger.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-07 14:07:17
Letzte Änderung am 2018-06-07 16:27:37


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