• vom 11.06.2018, 16:04 Uhr

Österreich

Update: 11.06.2018, 16:13 Uhr

Autoindustrie

Durch den Datendschungel in die Zukunft




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Von Wolfgang Liu Kuhn

  • Die digitale Vernetzung ist in der Automobilbranche zu einem Schlüsselthema geworden. Eine Konferenz in Graz widmete sich der stillen Revolution, bei der steirische Unternehmen den Ton angeben.


© AVL Tagung © AVL Tagung

Graz. So ganz geheuer scheint den Testern die Sache nicht zu sein. In den Videos am Rande der Konferenz sitzen sie hinter dem Steuer eines selbstfahrenden Autos - und blicken ungläubig auf das Lenkrad, das sich wie von Geisterhand selbst zu bewegen scheint. Dabei ist die Zukunft der Mobilität schon längst angebrochen, wie die Teilnehmer und Sprecher der Tagung "Motor und Umwelt" immer wieder betonen. Bereits zum 30. Mal hat die AVL diese Veranstaltung in Graz durchgeführt, Hausherr Helmut List begrüßte rund 240 Teilnehmer aus 21 Nationen. Im Foyer standen die Vorboten einer Zukunft, die bald überall Realität sein soll: selbstfahrende Autos, Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieben, Autos ohne Schadstoff-Ausstoße.

Und doch seien es nur Vorboten, wie Schirmherr List bei seiner Eröffnungsrede betonte: "Wir sind von den Grenzen des Machbaren noch weit entfernt, es gibt einen großen Spielraum für den Wettbewerb der besten Ideen." Mehrfach wies er darauf hin, dass sich die eigentliche automobile Revolution eher im Stillen vollziehe, nämlich in der Vernetzung des Autos mit seiner Umwelt. Diese könne für autonome Fahrfunktionen herangezogen werden, wodurch der Betrieb sicherer und unfallfreier wird. Vor allem aber könne die Technologie dazu genutzt werden, den Antriebsstrang möglichst verbrauchsgünstig und schadstofffrei zu betreiben: "Das autonome Fahren soll noch direkter mit Schadstoffminimierung in Zusammenhang stehen."


Bei den Antriebssystemen sieht List zwar eine Dominanz elektrischer Antriebe kommen, allerdings sollten sich Verbrennungsmotor, batterieelektrischer Antrieb und Brennstoffzelle synergetisch ergänzen, um künftige Anforderungen effizient zu erfüllen.

Digitale Experimente
Das Wort des international renommierten Experten List hat Gewicht, die AVL genießt als Antriebsstrang- und Testsysteme-Entwickler weltweit einen guten Ruf. Insofern überrascht es nicht, dass das Unternehmen namhafte Experten aus der Fahrzeugindustrie wie Shizuo Abe (Toyota Motor Corporation), Rolf Bulander (Robert Bosch GmbH), Claus Ehlers (Daimler AG) oder Larry T. Nitz (General Motors) nach Graz locken konnte. Überhaupt mischt die Steiermark bei der Entwicklung des Autos der Zukunft kräftig mit, wie auch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer in seiner Begrüßungsrede feststellte. Neben den renommierten Forschungseinrichtungen seien es auch viele kleinere Betriebe und Einrichtungen im Rahmen des steirischen Autoclusters, die viel in Forschung und Entwicklung investieren würden.

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Dokument erstellt am 2018-06-11 16:10:21
Letzte Änderung am 2018-06-11 16:13:20


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