• vom 13.06.2018, 17:56 Uhr

Österreich


Energiebranche

Oberösterreichs Landesvize wechselt 2019 in den Verbund-Vorstand




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  • Michael Strugl soll Vizechef werden. Wolfgang Anzengruber bleibt für weitere zwei Jahre an der operativen Konzernspitze.

Wolfgang Anzengruber.

Wolfgang Anzengruber.© apa/H. Fohringer Wolfgang Anzengruber.© apa/H. Fohringer

Wien. (kle) Bei Österreichs größtem Stromerzeuger, dem teilstaatlichen Verbund, hat der Aufsichtsrat am Mittwoch die Weichen für das zukünftige Vorstandsteam gestellt. Der Grund: Alle vier derzeitigen Vorstandsverträge laufen Ende 2018 aus. Wie der Verbund nach der Aufsichtsratssitzung in einer Presseinformation mitteilte, bleibt Wolfgang Anzengruber weiterhin Vorstandsvorsitzender. Anzengruber, ein gebürtiger Oberösterreicher, steht seit 2009 an der operativen Spitze des Konzerns.

Der Vertrag des als ÖVP-nahe geltenden Managers, der im September 62 wird, wurde um zwei Jahre verlängert. Anzengruber soll in Zukunft für die Agenden Strategie, Corporate & Legal Affairs, Revision & Compliance und HSE-Management (Health, Safety, Environment) zuständig sein.


Von der Politik zum Verbund
Neu in die Führungsetage zieht Michael Strugl ein - mit 1. Jänner 2019. Er wechselt von der Politik zum Verbund und soll dort Vizechef werden. Der 54-jährige ÖVP-Mann ist in Oberösterreich seit April 2017 stellvertretender Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat, bei der Energie AG Oberösterreich hat er den Vorsitz im Aufsichtsrat inne. Sein Vorstandsvertrag beim Verbund läuft drei Jahre - mit einer Verlängerungsoption um zwei Jahre. Der studierte Jurist und Wirtschaftswissenschafter wird für Energiewirtschaft, Personalmanagement, Innovation & New Business, Marketing & Kommunikation/PR sowie für die Vertriebsbereiche Trading, Sales und New Business Solutions verantwortlich sein.

Michael Strugl.

Michael Strugl.© W. Kerschbaum Michael Strugl.© W. Kerschbaum

Ebenfalls als neues Vorstandsmitglied bestellt hat der Aufsichtsrat Achim Kaspar (53) - wie Strugl zunächst für drei Jahre mit der Option einer Verlängerung um weitere zwei Jahre bis Ende 2023. Geplant ist, dass der gebürtige Kärntner die Ressortverantwortung für den neu geschaffenen Bereich Digitalisierung sowie den gesamten Erzeugungsbereich hat.

Kaspar ist seit 2008 General Manager von Cisco Austria, der österreichischen Niederlassung des US-Technologieunternehmens Cisco, sowie von Cisco Kroatien und Slowenien. Er studierte Betriebswirtschaft in Graz, seine berufliche Laufbahn startete Kaspar beim Verbund - im Telekom-Bereich.

Neben dem Mandat Anzengrubers hat der Verbund-Aufsichtsrat am Mittwoch auch den Vertrag von Peter Kollmann (56), dem jetzigen Finanzvorstand, verlängert, und zwar um weitere drei Jahre bis Ende 2021.

Sereinig geht in Pension
Indes gehen zwei Mitglieder des Vorstands, Vizechef Johannes Sereinig und Technikchef Günther Rabensteiner, Ende 2018 in Pension. Beide gelten als SPÖ-nahe.

Die börsennotierte Verbund AG gehört zu 51 Prozent der Republik Österreich, ressortiert aber nicht mehr zum Wirtschafts-, sondern zum Finanzministerium von Minister Hartwig Löger (ÖVP). Im vergangenen Geschäftsjahr 2017 hat das Unternehmen mit knapp mehr als 2800 Mitarbeitern Umsätze in der Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro erzielt und unter dem Strich - netto - einen Gewinn von gut 301 Millionen Euro eingefahren.




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Dokument erstellt am 2018-06-13 18:01:26


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