Wien. Mit der technischen Zusammenführung der Volksbank Horn mit der Volksbank Wien AG, die über das vergangene Wochenende stattgefunden hat, ist die Konsolidierung des Volksbanken-Sektors in Österreich offenbar zu Ende. Seit dem Jahr 2015 wurden insgesamt 63 Fusionen abgeschlossen, übrig blieben acht große regionale Volksbanken und das Spezialinstitut Ärzte- und Apothekerbank.

"Die Fusion mit der Waldviertler Volksbank Horn bildet den Schlussstein des größten Veränderungsprozesses in der Geschichte der österreichischen Volksbanken", wird der Generaldirektor der Volksbank Wien, Gerald Fleischmann, am Montag in einer Aussendung zitiert.

Acht regionale Volksbanken

Die Verschmelzung der regionalen Volksbanken zu acht großen Banken (im Wesentlichen eine pro Bundesland, außer Burgenland) war eine Auflage bei der Teilverstaatlichung der alten Volksbanken AG (ÖVAG). Die ÖVAG wurde 2015 vom Markt genommen. Schuld am Niedergang der ÖVAG hatte, wie der letzte ÖVAG-Chef Stephan Koren berichtete, die sehr spät begonnene starke Expansion. Das betraf sowohl den Kauf der Investkredit/Kommunalkredit als auch die Zukäufe in Osteuropa. Neues Spitzeninstitut ist seit 2015 die Volksbank Wien, ein Teil der ÖVAG wanderte zum Abbau in die "Bad Bank" Immigon.

Neues für Horner Kunden

Laut Bankangaben ändert sich für die Kunden der Volksbank Wien nichts. Kunden der Volksbank Horn erhalten eine neue Bankkontonummer, IBAN und BIC. Sämtliche Zahlungseingänge und -aufträge unter den bisherigen Kontodaten würden aber richtig weitergeleitet, betonte die Bank. Auch die bestehenden Maestro- und Kundenkarten seien weiterhin gültig und könnten kostenlos ausgetauscht werden.

Die um die Volksbank Horn erweiterte Volksbank Wien verfügt nun über rund 1540 Mitarbeiter und 73 Standorte in Wien, im Burgenland und und im niederösterreichischen Weinviertel, Industrieviertel sowie Waldviertel.