Wien. (ag/kle) Die Möbelhandelskette Kika/Leiner wird von der Signa-Gruppe des Tiroler Investors René Benko übernommen. Das "stellt die Fortführung des Traditionsunternehmens sicher", allerdings "stehen tief gehende und umfangreiche Änderungen ins Haus", kündigt Signa-Managing-Director Christoph Stadlhuber in einer Presseaussendung an.

Man müsse "alle Anstrengungen auf die Verbesserung betrieblicher Abläufe und auf die Rentabilitätssteigerung in den Läden ausrichten", so Signa-Retail-Chef Stephan Fanderl. Mit der Übernahme sei eine österreichische Lösung gefunden worden. "Ein umfassendes Umstrukturierungs- und Zukunftskonzept wird gerade entwickelt und bedeutet eine nachhaltige Perspektive für das Unternehmen und die Mitarbeiter", heißt es in der Aussendung vom Dienstag. Damit werde "die Zukunft des Unternehmens nachhaltig verbessert und gesichert". Von der Übernahme betroffen ist das operative Einzelhandelsgeschäft mit etwa 6500 Mitarbeitern und etwa 100 Objekten in Österreich und der Europäischen Union.

Benko soll erneut nach Kaufhof greifen

Unterdessen könnten die Karten am deutschen Warenhausmarkt neu gemischt werden: Zwischen den Eigentümern der Warenhausketten Kaufhof und Karstadt, HBC und Benkos Signa-Gruppe gibt es laut Insidern Gespräche über Gemeinschaftsunternehmen. Beide Seiten verhandelten darüber, dass Karstadt (gehört Signa) bei Kaufhof im operativen Geschäft einsteige, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei gehe es auch darum, dass Karstadt 51 Prozent an Kaufhof übernehme. Zudem gehe es um die Warenhaus-Immobilien.