• vom 11.07.2018, 15:11 Uhr

Österreich


Flugverkehr

Eurowings lässt die Fluggäste warten




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Von WZ Online / APA

  • Heftige Kritik der Reisebüros an den Praktiken der Lufthansa-Tochter.

Was helfen Reisenden die schönsten Ziele, wenn sie Stunden auf dem Flughafen verbringen müssen. - © Flughafen Wien AG (1), Eurowings (2), Collage: WZ Online

Was helfen Reisenden die schönsten Ziele, wenn sie Stunden auf dem Flughafen verbringen müssen. © Flughafen Wien AG (1), Eurowings (2), Collage: WZ Online

Stress statt Urlaubsfreude bereitet in diesem Sommer die Lufthansa-Tochter Eurowings ihren Passagieren. Alleine im Juni seien täglich rund 25 Flüge ausgefallen, berichtete das Mittagsjournal des ORF.

"Wir haben einen Anstieg von Beschwerden und Anfragen von rund 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", berichtete die Geschäftsführerin der Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte, Maria-Theresia Röhsler. Dabei war der Andrang schon im vergangenen Jahr aufgrund der Probleme von Air Berlin und Niki beträchtlich. Die Agentur sei eigentlich nicht davon ausgegangen, dass sich das dieses Jahr wieder steigern würde.

Wenn ein Flug annulliert wird oder sich um mehr als drei Stunden verspätet, steht Passagieren nach EU-Recht eine Entschädigung von bis zu 600 Euro zu - je nach Entfernung der Destination.

Scharfe Worte fand der Obmann des Fachverbandes der österreichischen Reisebüros in der Wirtschaftskammer, Felix König: "Wir waren es über viele Jahre gewöhnt, dass Fluglinien ordentliche Flugzeiten hatten und diese auch eingehalten haben und jetzt sehen wir bei verschiedenen Airlines, dass sie wohl Flugverbindungen in den Markt gestellt haben, aber offensichtlich gewusst haben, dass sie nicht alle fliegen können und das halten wir, auch im Fachverband, für skandalös."

Zahlreiche Reiseveranstalter aus Österreich und Deutschland haben sich bei der Geschäftsführung der Airline beschwert. Der Österreichische ReiseVerband (ÖRV) hat in einem Brief darauf hingewiesen, dass den Reisebüros "massive Kosten" entstanden seien. "Und Eurowings ist das ziemlich egal, darf ich Ihnen sagen", so König.

Eurowings hat große Teile der insolventen Air Berlin übernommen und ist so zum drittgrößten Billigflieger Europas geworden. Die Integration der Flugzeuge und Besatzungen dürfte weiter für Probleme sorgen.

Dass Vieles nicht rund läuft, hat man auch bei der Lufthansa registriert. Dieser Tage wurde beschlossen, das Langstrecken-Geschäft von Eurowings zu Brussels Airlines, einer anderen Tochtergesellschaft, zu verschieben.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-10 17:44:04
Letzte Änderung am 2018-07-10 18:07:20


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