• vom 11.07.2018, 21:59 Uhr

Österreich


Finanzbranche

Skepsis bei Banking mit Internet-Riesen wie Facebook




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  • Umfrage: Acht von zehn Österreichern lehnen auch die Angebote von Fintech-Firmen ab.

- © Illustration: Adobe Stock

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Wien. (kle) Neun von zehn Österreichern ist Innovation sehr wichtig. Umso erstaunlicher ist, dass sich kaum jemand bei Internet-Giganten wie Amazon, Google oder Facebook auf Bankgeschäfte einlassen will, obwohl viele dieser Unternehmen als besonders innovativ gelten. Dies ist jedenfalls das Fazit einer repräsentativen Umfrage des Wiener Marktforschungsinstituts Integral unter 900 Österreichern im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen.

Mit Blick auf Amazon meinen 83 Prozent der Befragten, sie würden dort keine Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen wollen. Bei Google sind es 87 Prozent, bei Facebook sogar 95 Prozent. Das Vertrauen in die Hausbank scheint da ungleich größer. Ähnlich hoch ist bei den Österreichern auch die Ablehnung von Angeboten sogenannter Fintech-Firmen (Start-ups, die auf technologisch weiterentwickelte Finanzinnovationen setzen und traditionelle Geschäftsmodelle der Banken infrage stellen). Für acht von zehn Befragten sind diese Angebote nicht interessant. "Trotzdem darf man den Respekt vor diesen Playern nicht verlieren", betont Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank Österreich. "Das ist eine Momentaufnahme. Wir wissen, wie schnell sich das ändern kann, wenn entsprechende Angebote erst einmal in den Alltag der Menschen integriert sind." Ein entscheidender Punkt ist freilich, dass die Österreicher der Umfrage zufolge viel Wert auf Datenschutz, persönliche Beziehung und Vertrauen legen. Fragt man sie, wo sie glauben, dass ihre Daten sicherer sind, halten 72 Prozent ihre Daten im Online-Banking für sicherer verwahrt als bei Amazon (sieben Prozent). Bei der Frage, wer vertrauenswürdiger ist, meinen nur zwei Prozent, das sei Google, 77 Prozent schreiben das ihrem Online-Banking zu.


Die in Österreich und Osteuropa tätige Erste Group ist gerade dabei, ihre selbst entwickelte Internetbankplattform "George" auf die rund 16 Millionen Kunden auszudehnen. Aktuell hat "George" 2,5 Millionen Nutzer, davon fast 1,6 Millionen in Österreich.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-11 16:07:54
Letzte Änderung am 2018-07-11 16:10:59


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