• vom 12.07.2018, 20:08 Uhr

Österreich

Update: 12.07.2018, 20:17 Uhr

Airlines

Ryanair darf Laudamotion übernehmen




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Von WZ Online, APA, dpa

  • EU-Wettbewerbshüter erlauben den Deal der Fluglinien.

Airline-Gründer Niki Lauda und Ryanair-Chef Michael O'Leary freuen sich. Die EU-Wettbewerbshüter erlauben die Übernahme von Laudamotion durch Ryanair. - © APAweb, Herbert Neubauer

Airline-Gründer Niki Lauda und Ryanair-Chef Michael O'Leary freuen sich. Die EU-Wettbewerbshüter erlauben die Übernahme von Laudamotion durch Ryanair. © APAweb, Herbert Neubauer

Schwechat/Dublin/Wien. Die EU-Wettbewerbshüter haben die geplante Übernahme der österreichischen Fluglinie Laudamotion durch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair genehmigt.

Das Vorhaben gebe keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken und werde ohne Auflagen erlaubt, teilte die zuständige EU-Kommission am Donnerstagabend mit. Ryanair will mit 75 Prozent die Mehrheit bei dem Ferienflieger übernehmen, der sich im Bieterkampf um die insolvente Air Berlin deren ebenfalls insolvente Tochter Niki gesichert hatte.

Ryanair mit Sitz in Irland ist eine in ganz Europa tätige Billigfluglinie. Laudamotion fliegt vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Urlaubszielen am Mittelmeer und auf den Kanarischen Inseln.

Ursprünglich wollte die Lufthansa Niki übernehmen. Am 13. Dezember 2017 entschied sich Lufthansa jedoch dagegen, Niki meldete noch am selben Tag Insolvenz an.

Der frühere Rennfahrer und Airlinegründer Niki Lauda hat in der Folge die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki Anfang des Jahres zurückgekauft und auf Laudamotion umgetauft. Wenig später, Mitte März, hat Ryanair zunächst eine 24,9-prozentige Minderheit erworben, eine Aufstockung wurde in Aussicht gestellt.

Ryanair streicht wegen Pilotenstreiks Flüge in Irland

Der irische Billigflieger Ryanair hat wegen des größten Pilotenstreiks seiner Geschichte am Donnerstag Flüge in Irland gestrichen. Ryanairs Heimatflughafen Dublin listete um 6 Uhr Ortszeit ausgefallene Verbindungen zu 16 Zielen auf, darunter London, Birmingham und Manchester.

Ryanair hatte bereits angekündigt, dass wegen des auf 24 Stunden angesetzten Streiks bis zu 30 seiner 290 Flüge an irischen Flughäfen nicht stattfinden würden. Österreich ist von der Arbeitsniederlegung der irischen Piloten nicht betroffen. Auch die in Wien stationierten Flugzeuge der Ryanair-Tochter Laudamotion sind laut Anzeigentafel des Flughafens bereits in der Luft.

Ryanair selbst bezeichnete die drohenden Auswirkungen des Streiks in Irland als "begrenzt". Allen Kunden würden Alternativen oder eine Rückerstattung der Ticketkosten angeboten. Betroffen sind vor allem Routen zwischen Irland und Großbritannien, auf denen Ryanair täglich mehrfach fliegt. Auf weitere Anfragen reagierte die Airline laut dpa nicht.

Die irische Gewerkschaft Forsa, zu der die irische Pilotengewerkschaft IALPA gehört, teilte auf Twitter mit, dass der Pilotenstreik wie geplant um 1 Uhr in der Nacht (Ortszeit) begonnen habe. Forsa hatte am Mittwochabend mitgeteilt, dass ein letztes Gespräch mit Ryanair nach nur "sehr geringe Fortschritte" gebracht habe.

Auch die an zehn deutschen Basen stationierten Ryanair-Piloten sollen darüber abstimmen, ob sie für ihre Forderungen nach höherer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen notfalls in einen unbefristeten Ausstand treten würden. Mit dem Ergebnis ist der deutschen Vereinigung Cockpit (VC) zufolge nicht vor Ende Juli zu rechnen. Im Dezember hatten Ryanair-Piloten in Deutschland die Arbeit für einige Stunden niedergelegt, ohne dass der Flugverkehr dadurch stärker gestört wurde.





Schlagwörter

Airlines, Ryanair, Laudamotion

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-12 20:09:41
Letzte Änderung am 2018-07-12 20:17:28


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