• vom 19.07.2018, 16:37 Uhr

Österreich

Update: 19.07.2018, 19:47 Uhr

Flugzeugindustrie

FACC nun Teil eines neuen Firmenverbunds




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  • Chinesischer Mehrheitseigentümer AVIC steuert Geschäft mit Flugzeug-Kabinenausstattung über eigene Holding in London.


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Wien. (apa/red) Rund um den börsennotierten oberösterreichischen Flugzeugkomponenten-Hersteller FACC (Ried/Innkreis) bündelt der chinesische Mehrheitsaktionär AVIC gruppenweit das Geschäft mit Flugzeug-Innenausrüstungen. Dazu gibt es eine eigene Steuerungsholding in London. Unter fünf beteiligten AVIC-Töchtern ist FACC die größte. Vom gemeinsamen Spartenumsatz von rund 500 Millionen Euro stellt das österreichische Unternehmen mehr als die Hälfte. Mit der Bündelung der Aktivitäten in der neuen AVIC Cabin Systems Ltd. sollen die beteiligten AVIC-Töchter Synergien heben und Doppelgleisigkeiten abbauen, beispielsweise im Einkauf oder bei gemeinsamen Ausschreibungen.

Praktisch alle Komponenten für Flugzeug-Interieur würden in Zukunft gemeinsam angeboten, so der staatliche AVIC-Konzern (Aviation Industry Corporation of China) in einer Presseaussendung. Zudem soll mit bisher praktizierten Subaufträgen an Drittanbieter Schluss sein.


"Unverändert eigenständig"Wie es weiter hieß, ergäben sich für FACC innerhalb des Firmenverbunds neue Geschäftsmöglichkeiten - "als unverändert eigenständig agierendes Unternehmen." Es würden jetzt keine operativen Aktivitäten irgendwo anders eingebracht, auch an den FACC-Standorten ändere sich nichts. "Es ist eine deutliche Stärkung des Unternehmens", betonte AVIC.

Während FACC bisher hauptsächlich die großen Flugzeugbauer wie etwa Airbus und Boeing als Kunden hat, machten andere Partner innerhalb dieser AVIC-Einheit ihre Geschäfte mit den Fluggesellschaften. Das bedeute neue Kunden auch für die Rieder.

Firmenrechtlich wurde für die neue Firma die bisherige FACC-Eigentümerzwischenholding, die FACC International (Hongkong), in AVIC Cabin Systems Ltd. (Hongkong, mit Niederlassung in London) umbenannt. Im Markt für zivile Luftfahrzeuge will der Firmenverbund künftig komplette Flugzeugkabinensysteme inklusive Bord-Küchen und Flugzeugsitzen aus einer Hand verkaufen, so FACC am Donnerstag. Man will auch gemeinsam entwickeln.

Die im Firmenverbund der neuen Holding beteiligten Unternehmen haben Werke in Amerika, Asien, Australien und Europa. Die Umstrukturierung haben AVIC-Vertreter und Manager der Töchter bei der dieswöchigen internationalen Luftfahrtmesse in Farnborough (England) vorgestellt.

Seit zehn Jahren chinesischVom FACC-Umsatz von rund 750 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende Februar) stammten 254 Millionen aus der Sparte Kabinen-Innenausrüstung. 162 Millionen setzte die Firma mit Teilen und Gehäusen für Antriebssysteme um. Den bisher größten Umsatzbrocken stellen Leichtbau-Strukturbauteile für die Luft- und Raumfahrt (334 Millionen Euro).

Die FACC AG ist seit fast zehn Jahren mehrheitlich in chinesischem Besitz. AVIC hält über die frühere FACC International (nun eben AVIC Cabin Systems Ltd.) 55,5 Prozent der Stimmrechte an der FACC AG. Die restlichen 44,5 Prozent der Anteile sind im Streubesitz bei internationalen und österreichischen Investoren.




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Dokument erstellt am 2018-07-19 16:44:09
Letzte Änderung am 2018-07-19 19:47:03


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