• vom 23.07.2018, 15:50 Uhr

Österreich


Umfrage

Konjunkturerwartungen sinken




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  • WKÖ-Wirtschaftsbarometer: Positive Entwicklung, aber Abschwächung der Wachstumsdynamik.

Karlheinz Kopf, seit 1. Juli Generalsekretär der Wirtschaftskammer, sieht den konjunkturellen Höhepunkt überschritten.

Karlheinz Kopf, seit 1. Juli Generalsekretär der Wirtschaftskammer, sieht den konjunkturellen Höhepunkt überschritten.© apa/Hans Punz Karlheinz Kopf, seit 1. Juli Generalsekretär der Wirtschaftskammer, sieht den konjunkturellen Höhepunkt überschritten.© apa/Hans Punz

Wien. (apa/kle) Mit der aktuellen Wirtschaftslage sind Österreichs Firmen zufrieden. Allerdings haben sie ihre Erwartungen für die nähere Zukunft zurückgeschraubt. "Die Anzeichen verdichten sich, dass die nächsten Quartale zwar weiterhin eine positive Entwicklung, aber eine Abschwächung der Wachstumsdynamik bringen", so die Wirtschaftskammer (WKÖ) unter Hinweis auf ihr jüngstes "Wirtschaftsbarometer".

Laut diesem bewerten die 3600 befragten Unternehmen die aktuellen Export- und Inlandsumsätze sowie die Beschäftigung und das Investitionsvolumen besser als in der Winterumfrage. Ihre Erwartungen für die kommenden zwölf Monate sind aber gesunken.


Für WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf ist das "ein Indiz dafür, dass wir den konjunkturellen Höhepunkt schon überschritten haben", erklärte er am Montag via Aussendung. Deshalb sei jetzt der beste Zeitpunkt für Reformen.

Die Zuversicht bei den Unternehmen steigt mit zunehmender Größe: Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern äußern sich besonders positiv, vor allem was ihre Erwartungen hinsichtlich der Exporte sowie das Wirtschaftsklima betrifft. Auch in Sachen Auftragslage fallen die Antworten der großen Unternehmen optimistischer aus als jene der kleinen. Indes planen 45 Prozent der befragten Firmen Neuinvestitionen, während nur 13 Prozent angaben, sie hätten derzeit gar keine Investitionen auf der Agenda. Treibende Kraft bei den Investitionen sind große Unternehmen und das verarbeitende Gewerbe. Kleine Firmen äußern sich wesentlich zurückhaltender.

Klagen über zu viel Bürokratie
Am meisten geklagt wird über hohe Steuern und Abgaben in Österreich und über zu viel Bürokratie (je 59 Prozent) sowie über ein unzureichendes Angebot an Fachkräften (58 Prozent). Alles in allem sind die Unternehmen mit dem Wirtschaftsstandort Österreich aber zufrieden. 51 Prozent vergeben die Noten "Sehr gut" oder "Gut", 41 Prozent geben dem Standort die Noten "Befriedigend". Als wichtigste Standortfaktoren gelten Infrastruktur, Qualität der Aus- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie Finanzierungsbedingungen.




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Dokument erstellt am 2018-07-23 15:56:09


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