Wien. (apa/kle) Vonseiten der heimischen Unternehmen gibt es vor allem nach langfristigen Krediten eine starke Nachfrage. Das zeigen die Resultate der jüngsten vierteljährlichen Umfrage über das Kreditgeschäft im Euroraum. Österreichs Firmen könnten neue Kredite nach wie vor zu attraktiven Konditionen aufnehmen, erklärte die Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung vom Dienstag.

Schon seit Ende 2016 steige in Österreich - dank der guten Konjunktur - die Nachfrage nach Unternehmenskrediten. Der Ausblick sei ebenfalls positiv, besonders bei den langfristigen Krediten. Hauptsächlich aus Wettbewerbsgründen hätten die Banken tendenziell bereits seit Mitte 2016 die Margen für durchschnittlich risikoreiche Kredite immer weiter gesenkt.

Mehr Finanzierungsbedarf

Die verstärkte Nachfrage nach Unternehmenskrediten begründeten die an der Umfrage teilnehmenden Banken vor allem mit dem gestiegenen Finanzierungsbedarf infolge der anhaltend starken Investitionstätigkeit. Indes hätten die weniger risikotolerant gewordenen Banken die Kreditrichtlinien und Kreditbedingungen für Wohnbaukredite etwas verschärft.

Kaum Auswirkungen auf die Kreditvergabepolitik in Österreich haben den Angaben der Banken zufolge die notleidenden Kredite, zu denen die Institute erstmals befragt wurden. Der Anteil fauler Kredite sei in Österreich etwas niedriger als in der EU insgesamt, so die Nationalbank, was für eine relativ umsichtige Kreditvergabe und eine gute Bonität der Kreditnehmer spreche.

Regulatorische Aktivitäten hätten im ersten Halbjahr vor allem zu einer Stärkung des Eigenkapitals der Banken und auch zu einem Abbau risikoreicherer Kredite geführt, hieß es weiter.