• vom 02.08.2018, 16:55 Uhr

Österreich


OMV

OMV mit stabilem Ergebnis




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Marina Delcheva

  • Absatz legte im ersten Halbjahr zu. Bau von umstrittener Pipeline Nord Stream 2 schreitet zügig voran.



Wien. Das heimische Öl- und Gasunternehmen OMV hat ein stabiles erstes Halbjahr hinter sich. Mit 10,683 Milliarden Euro blieb der Konzernumsatz auf dem Vorjahresniveau. Unterm Strich blieb der teilstaatlichen OMV ein Überschuss von 276 Millionen Euro. OMV-Chef Rainer Seele bezeichnete das am Donnerstag vor Journalisten als "nicht beeindruckend". Das liege an der "hohen Steuerquote". Die beträgt laut Quartalsbericht 41 Prozent.

Für das positive Ergebnis war vor allem der Upstream-Bereich verantwortlich, also die Exploration und Förderung von Öl und Gas. Hier betrug das Ergebnis im ersten Halbjahr 895 Millionen Euro. Die Gesamtproduktion stieg um fast ein Drittel gegenüber der Vorjahresperiode.


Nicht ganz so lukrativ war in den ersten sechs Monaten das Downstream-Geschäft, also Tankstellen und Raffinerien. Zum Einen habe ein Raffinerie-Stillstand in Rumänien das Geschäft mit 35 Millionen Euro belastet. Zum Anderen seien relativ große Lagerbestände aufgebaut worden. Diese sollen aber bis Jahresende wieder abgebaut werden.

Der operative Cashflow ist um 21 auf 2,3 Milliarden Euro gestiegen. "Diese 2,3 Milliarden waren ausreichend, um unsere Investitionen von 1,1 Milliarden im ersten Halbjahr zu zahlen, und die OMV konnte aus diesem operativen Cashflow die zwei Ölfelder in Abu Dhabi kaufen, die haben 1,2 Milliarden gekostet." Der Ausblick für das zweite Halbjahr sei durchaus positiv, meinte Seele. Dann soll nämlich die Ölproduktion in Abu Dhabi und in Norwegen am kürzlich erworbenen Gasfeld Aasta Hansteen starten.

Nord Stream 2 auf Schiene
Eine große Unbekannte stellt das geopolitische Umfeld dar. Hier kämpft die OMV mit Unsicherheiten an mehreren Fronten. Zum Einen kommen die Geschäfte im instabilen Libyen immer wieder ins Stocken. Die dort entführten zwei OMV-Mitarbeiter seien noch immer in Geiselhaft. Ein Teil des Ölfeldes sei noch besetzt. Die kürzlich wieder verhängten Sanktionen durch US-Präsident Donald Trump gegen den Iran betreffen den Rohölbezug. Dieser macht eigenen Angaben zufolge vier Prozent aus.

Und dann wäre da noch das Großprojekt Nord Stream 2, an dem die OMV maßgeblich beteiligt ist. Zur Erinnerung: Ab 2020 soll über eine 1200 Kilometer lange Pipeline russisches Flüssiggas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland und damit in die EU fließen. Die Pipeline verläuft parallel zur bestehenden Nord Stream 1. Das alles unter Umgehung Polens und der Ukraine, was zu politischen Spannungen führt.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-02 17:05:20


Werbung



Firmenmonitor







Werbung