• vom 09.08.2018, 13:33 Uhr

Österreich

Update: 09.08.2018, 13:38 Uhr

Billigflieger

Ryanair-Streik trifft auch Laudamotion




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Von WZ Online, APA

  • Über 20 Flüge aus Deutschland, die Ryanair für Laudamotion durchführt, werden gestrichen.

Auch für die Belegschaft bei Laudamotion, rund 650 Mitarbeiter, wird über einen Kollektivvertrag verhandelt. - © APAweb, Reuters, Leonhard Foeger

Auch für die Belegschaft bei Laudamotion, rund 650 Mitarbeiter, wird über einen Kollektivvertrag verhandelt. © APAweb, Reuters, Leonhard Foeger

Wien/Schwechat/Dublin. Der morgige Streik der deutschen Ryanair-Piloten, der massive Flugausfälle und Verspätungen verursachen wird, trifft auch die österreichische Tochter Laudamotion: Über 20 Flüge ab Deutschland, die Ryanair für Laudamotion durchführt, werden am Freitag gestrichen. Österreich-Verbindungen seien nicht betroffen, heißt es von Laudamotion zur APA. Die betroffenen Passagiere seien informiert worden.



Bisher betonte der Niki-Nachfolger stets, dass die europaweiten Streiks bei Ryanair keine Auswirkung auf Laudamotion-Flüge hätten. Nun kündigten aber erstmals die deutschen Piloten an, am Boden zu bleiben - das trifft die zehn Boeing-Maschinen inklusive Ryanair-Besatzung, die im Rahmen eines Wetlease-Vertrags für Laudamotion fliegen.

55.000 Kunden mussten umbuchen

Europas größter Billigflieger steht vor dem härtesten Streik seiner Geschichte: Insgesamt mussten für morgen (10. Juli) europaweit rund 400 von 2.400 Flügen abgesagt werden. 250 davon entfallen auf Deutschland. Auch in Belgien, Irland, Schweden und den Niederlanden sind Ausstände geplant. Rund 55.000 Kunden müssten umbuchen oder sich ihre Tickets erstatten lassen, erklärte Ryanair-Marketing-Chef Kenny Jacobs gestern. Eine Liste der gestrichenen Flüge will Ryanair aber nicht herausgeben.

Die irische Ryanair streitet mit ihren Crews um die Gehälter und Arbeitsbedingungen. Die Airline hatte Gewerkschaften erst im vergangenen Dezember anerkannt und verhandelt seitdem europaweit über Kollektivverträge. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren aber den Verhandlungsstil der Iren. Im Zuge der Streikwelle im Juli hat Ryanair-Chef Michael O'Leary angedroht, Jobs zu verlagern.

Auch für die Belegschaft bei Laudamotion, rund 650 Mitarbeiter, wird über einen Kollektivvertrag verhandelt. Zu einem Abschluss soll es in den nächsten Wochen kommen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-09 13:33:56
Letzte Änderung am 2018-08-09 13:38:15


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