Wien. (kle/apa) Die börsennotierte Bawag hat im ersten Halbjahr gut verdient. Wie es am Dienstag hieß, sei die Bank auf der Suche nach Zukäufen. Es gebe eine Reihe möglicher Objekte, sondiert werde vor allem in den deutschsprachigen Ländern, sagte Vorstandschef Anas Abuzaakouk. Gut laufe auch die Trennung von der Post.

Noch hat die Bawag Finanzberater in 111 Post-Filialen stationiert, bis Ende 2019 würden diese abgezogen. Im Gegenzug baut das Finanzinstitut bis zu 26 zusätzliche eigene Filialen in Österreich auf, für 12 davon gebe es bereits Verträge - wo, will Abuzaakouk aber nicht verraten. Im zweiten Halbjahr soll die erste neue Filiale vorgestellt werden. Künftig soll es bis zu 100 Bawag-Filialen geben.

Südwestbank wird umgebaut

Bei der Integration der 2017 übernommenen deutschen Südwestbank sieht sich die Bawag gut vorankommen. Geplant ist, die Zahl der Südwestbank-Filialen von 28 auf 16 zurückzufahren. Indes soll der Personalstand, der sich per Ende 2017 auf 540 Mitarbeiter belief, heuer um 30 Prozent und im kommenden Jahr nochmals um 15 Prozent gesenkt werden. Das Geschäft in Deutschland wird digital über Produkte der Bawag-Tochter Easybank erweitert.

Im ersten Halbjahr hat die Bawag-Gruppe den Vorsteuergewinn gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 269 Millionen Euro gesteigert. Der Nettogewinn stieg um 0,6 Prozent auf 202,7 Millionen Euro.