• vom 22.08.2018, 17:17 Uhr

Österreich

Update: 22.08.2018, 18:31 Uhr

Versicherungsbranche

Uniqa fährt höheren Gewinn ein




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  • Vorsteuerergebnis steigt im ersten Halbjahr um fast die Hälfte - auch dank Casinos-Anteilsverkauf.

Die Expansion in neue Länder ist für Uniqa-Chef Andreas Brandstetter "kein Thema". - © apa/Herbert Neubauer

Die Expansion in neue Länder ist für Uniqa-Chef Andreas Brandstetter "kein Thema". © apa/Herbert Neubauer


© M. Hirsch © M. Hirsch

Wien. (kle) Der Börsenkurs der Uniqa-Aktie hat am Mittwoch ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Im Handelsverlauf ging es mit dem Versicherungstitel in einem freundlichen Umfeld um bis zu 4,3 Prozent auf 8,59 Euro nach oben. Offensichtlicher Grund für den Kurssprung waren die in der Früh vorgelegten Halbjahreszahlen, die bei den Marktteilnehmern gut ankamen.

In der ersten Hälfte des Jahres hat die Uniqa stabile Prämieneinnahmen erzielt und den Gewinn deutlich gesteigert. Mit 140,8 Millionen Euro vor Steuern verdiente der Wiener Versicherungskonzern um 47,5 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. In diesem Ergebnis enthalten ist ein Sondergewinn von gut 47 Millionen Euro aus dem Verkauf der Casinos-Austria-Anteile. Unterm Strich - netto - kletterte der Konzerngewinn von 109,9 Millionen auf 166,2 Millionen Euro.


Was die Prämieneinnahmen betrifft, so flossen von Jänner bis Juni wie in der Vorjahresperiode insgesamt knapp 2,8 Milliarden Euro in die Kassen der Uniqa. Zuwächse gab es dabei nach ihren Angaben in der Sparte Schaden/Unfall (plus 4,5 Prozent) und der Krankenversicherung (plus 5,1 Prozent), während das Prämienvolumen in der Lebensversicherung - getrieben vor allem von der gezielten Rücknahme von Einmalerlägen im internationalen Geschäft - um elf Prozent schrumpfte.

Vorsorgen für UnwetterschädenUniqa-Chef Andreas Brandstetter ist mit den Halbjahresergebnissen zufrieden: "Wir haben die positive konjunkturelle Entwicklung in unseren Kernmärkten Österreich und Osteuropa gut genutzt." Wie bereits im Vorjahr erlaube die solide Ergebnissituation auch heuer, für kommende Unwetterschäden stärker vorzusorgen. Die Schadenbelastung durch extreme Wetterereignisse sei im Halbjahr zwar unter dem langjährigen Durchschnitt gelegen. Brandstetter geht jedoch nicht davon aus, dass dies auch so bleibt.

Für das Gesamtjahr 2018 rechnet der Uniqa-Boss beim Gewinn weiterhin mit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Das Gesamtprämienvolumen sieht er allerdings um ein Prozent unter dem Niveau von 2017.

Neben dem Heimmarkt Österreich ist die Uniqa derzeit in 15 Ländern Osteuropas sowie in der Schweiz und in Liechtenstein tätig. Akquisitionen sind für Brandstetter grundsätzlich ein Thema, Geschäft zukaufen will er jedoch nicht um jeden Preis.

"Wir haben zuletzt mehrere Akquisitionsmöglichkeiten in Osteuropa geprüft, sind aber nach wie vor nicht bereit, die Preise zu bezahlen, die der Verkäufer will oder die andere Mitbewerber bereit sind zu zahlen", so Brandstetter zur Austria Presse Agentur. Nachsatz: "Wir wollen mit dem Kapital sorgsam umgehen." Einen Versicherer zukaufen will die Uniqa zudem nur ab einem Prämienvolumen von 300 Millionen Euro. Indes ist eine Expansion in neue Länder "kein Thema für uns".




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-22 17:26:46
Letzte Änderung am 2018-08-22 18:31:56


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