Wien/Linz. (kle) Die Oberbank hat im ersten Halbjahr ein weiteres Rekordergebnis eingefahren. Nach Angaben des Linzer Finanzinstituts war es das neunte in Folge. Wie die Bank am Dienstag mitteilte, stieg der Netto-Gewinn im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres um 12,2 Prozent auf 114 Millionen Euro. Beim Betriebsergebnis legte das börsennotierte Institut um 15,1 Prozent auf 139,4 Millionen Euro zu.

Angetrieben durch deutliche Zuwächse bei Kundenkrediten und Kundeneinlagen stieg die Bilanzsumme im ersten Halbjahr um fast sieben Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Laut Oberbank wuchs sie damit "signifikant stärker als der österreichische Gesamtmarkt". Seine Cost-Income-Ratio, das Verhältnis der Kosten zum Ertrag, verbesserte das regional tätige Geldhaus im Jahresabstand von 51,2 auf 50,9 Prozent.

Mit Blick auf das laufende zweite Halbjahr geht Bankchef Franz Gasselsberger weiterhin von einem positiven Konjunkturumfeld aus. Allerdings weist er auch darauf hin, dass Handelshemmnisse, hohe notleidende Kredite der (südeuropäischen) Banken und die nach wie vor zu hohen Staatsschulden Risiken bergen. Dies könnte zu einem Vertrauens- beziehungsweise Stimmungsrückgang führen und unter anderem auch zu einer Einschränkung der Investitionstätigkeit, sagt Gasselsberger. Vor diesem Hintergrund wäre es laut seinen Worten "ein enormer Erfolg", das Rekordergebnis des Gesamtjahres 2017 im heurigen Jahr erneut zu erreichen.