• vom 30.08.2018, 17:04 Uhr

Österreich

Update: 30.08.2018, 17:23 Uhr

Immobilienbranche

Immofinanz will CA-Immo-Erlös rasch investieren




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  • Von bald 1,1 Milliarden Euro Cash bereits 750 Millionen verplant - etwa für S-Immo-Einstieg.

- © apa/Helmut Fohringer

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© M. Hirsch © M. Hirsch

Wien. (apa/kle) Der börsennotierte Wiener Immobilienkonzern Immofinanz will den Erlös aus dem Verkauf der CA-Immo-Beteiligung rasch wieder investieren. Konkret geht es dabei um den Erwerb eines knapp 30-prozentigen Anteils an der S-Immo, aber auch um den Rückkauf eigener Aktien und um Immobilien-Akquisitionen.

Mit Blick auf die ebenfalls börsennotierte S-Immo meinte Immofinanz-Chef Oliver Schumy, dass eine Fusion beider Unternehmen sinnvoll und erstrebenswert wäre. "Das haben wir immer gesagt", betonte der Manager am Donnerstag bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse.


Pecik und Benko als Verkäufer
Den rechtlichen Abschluss der rund 390 Millionen Euro schweren Übernahme der S-Immo-Beteiligung, das Closing, erwartet die Immofinanz unverändert bis Ende des dritten Quartals (auch wenn die Frist für die kartellrechtliche Freigabe kürzlich vom 1. Oktober auf 30. November verlängert wurde). Verkäufer der S-Immo-Anteile sind die RPR-Gruppe um den Geschäftsmann Ronny Pecik, die ein 21,86-Prozent-Paket abgibt, sowie die Signa-Gruppe um Investor René Benko (7,28 Prozent).

Ebenfalls bis Ende September soll der Verkauf der rund 26 Prozent an der CA Immo an den US-Investor Starwood für 758 Millionen Euro finalisiert sein. Mit diesem erzielt die Immofinanz auf Zwei-Jahres-Sicht rund 184 Millionen Euro Gewinn.

Mitsamt dem CA-Immo-Anteilsverkauf wird der Konzern kurz in Geld schwimmen, aber nur kurz, wie Finanzvorstand Stefan Schönauer vorrechnet. Zwar werde die Immofinanz vorübergehend über 1,1 Milliarden Euro Cash verfügen. Doch seien eben 390 Millionen Euro bereits für die S-Immo-Akquisition reserviert, 240 Millionen Euro für weitere Aktienrückkäufe (von bis zu 8,66 Prozent der eigenen Titel) und 100 bis 150 Millionen Euro für Zukäufe einzelner Immobilien oder Portfolios. Laut Schönauer wird die Immofinanz also von dem Brocken von mehr als einer Milliarde Euro ungefähr 750 Millionen wieder investieren.

Betriebsgewinn verdreifacht
Im abgelaufenen ersten Halbjahr hat die Immofinanz einen neuen Rekord beim Vermietungsgrad erzielt und ihren operativen Gewinn mehr als verdreifacht. Ihr Nettogewinn blieb nach den ersten sechs Monaten mit 86,2 Millionen Euro jedoch um gut 18 Prozent unter dem Wert aus der ersten Hälfte des Vorjahres. Von Jänner bis Ende Juni erzielte die Immofinanz mit 114,8 Millionen Euro bereits ein höheres operatives Ergebnis als im Gesamtjahr 2017. Vor diesem Hintergrund bekräftigte Firmenchef Schumy am Donnerstag, dass die Dividende für 2018 von 70 auf 80 Cent je Aktie angehoben werden soll.

Das Portfolio der Immofinanz, die auf Büro- und Einzelhandelsimmobilien in Österreich und Osteuropa spezialisiert ist, umfasste per Ende Juni insgesamt 229 Objekte. Deren Buchwert belief sich auf 4,3 Milliarden Euro.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-30 17:14:54
Letzte Änderung am 2018-08-30 17:23:53


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