• vom 03.09.2018, 14:26 Uhr

Österreich

Update: 03.09.2018, 14:31 Uhr

Unternehmensfinanzierung

Finanzminister will Kapitalmarkt ankurbeln




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Von WZ Online, APA

  • Mehr privates Kapital soll in die Unternehmungsfinanzierung fließen, so Löger.

Finanzminister Hartwig Löger will den heimischen Kapitalmarkt ankurbeln.

Finanzminister Hartwig Löger will den heimischen Kapitalmarkt ankurbeln.© APAweb / Robert Jäger Finanzminister Hartwig Löger will den heimischen Kapitalmarkt ankurbeln.© APAweb / Robert Jäger

Wien. Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) will den Schwung der guten Wirtschaftslage für die Weiterentwicklung des Börsenplatzes nutzen. Auch abseits des Parketts soll mehr privates Kapital in die Unternehmensfinanzierung fließen, sagte er am Montag bei einer Pressekonferenz zu den Trends am Kapitalmarkt.

Wirtschaftstreibende rufen nach Deregulierung

Ganz oben auf der Wunschliste der anwesenden Wirtschaftsvertreter stand neben Digitalisierung, Bildung und IT-Sicherheit der Ruf nach Vereinfachung und Deregulierung. Die risikolose Veranlagung ist vorbei, sagte Werner Kretschmer, CEO der Amundi Austria. Das sei ein Trendbruch, der alles verändere und "die große Chance für den österreichischen Kapitalmarkt".

"Wir strengen uns an, den Drittmarkt zu öffnen", so Löger. Im Bereich der Inhaberaktien für mittlere Unternehmen sei die gesetzliche Grundlage, die den Handel möglich macht, am Freitag in Begutachtung geschickt worden. Das sei ein "deutliches Signal".


Reform der Finanzmarktaufsicht

Ein weiteres Anliegen sei die Weiterführung der Reform der Finanzmarktaufsicht. Löger will eine klarere Verantwortungsstruktur in der Aufsicht und mehr Einfluss für die Politik. Die Schritte dafür sollen in den nächsten Monaten konkretisiert werden. Dabei sollen beispielsweise auch für Fintechs positive Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Um mehr Geld locker zu machen, könnte es steuerliche Anreize für die private oder betriebliche Vorsorge geben. Nicht alles könne auf Dauer über den Staat finanziert werden, betonte Löger. Für Details sei es noch zu früh, konkreteres soll aber "in Bälde" vorgestellt werden.

Damit Privatpersonen ihr Geld erfolgreich anlegen können, brauche es aber mehr Bewusstsein und Bildung, räumte Löger ein. Wilhelm Celeda, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Centrobank (RCB), forderte, dass bereits in der Schule mehr Wirtschaft und Börsenwissen vermittelt werden soll. "Bildung ist der beste Anlegerschutz", meinte er.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-03 14:28:55
Letzte Änderung am 2018-09-03 14:31:29


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