• vom 04.09.2018, 16:47 Uhr

Österreich


Management

Verweildauer an Firmenspitze sinkt auf 6,2 Jahre




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  • Studie: Unternehmenslenker in deutschsprachigen Ländern wechseln Posten häufiger als ihre internationalen Pendants.

Wien. (apa/kle) Führungskräfte im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) wechseln den Posten öfter als ihre internationalen Kollegen. Die Wechselquote in den deutschsprachigen Ländern belief sich 2017 auf 15,3 Prozent. Damit liegt diese über dem weltweiten Durchschnitt von 14,5 Prozent, wie aus der "CEO Success Study 2017" des Wirtschaftsprüfers PricewaterhouseCoopers (PwC) hervorgeht. Die Verweildauer an der Firmenspitze nahm im Vergleich zum Jahr davor um mehr als eineinhalb Jahre ab.

Unter den 300 größten börsennotierten Konzernen der DACH-Region wurden in Österreich 2017 nur zwei Chefs neu bestellt: Johann Strobl (Raiffeisen Bank International) und Stefan Szyszkowitz (EVN), ein Rückgang gegenüber 2016. In Deutschland gab es dagegen 24 neue Chefs, ein Fünf-Jahres-Rekord.


Das durchschnittliche Alter eines "C-Suite Managers" - darunter fällt unter anderem der CEO (Vorsitz), der COO (operatives Geschäft) oder der CFO (Finanzen) - beträgt im DACH-Raum 51 Jahre. An der Firmenspitze verweilten die Unternehmensleiter 2017 mit 6,2 Jahren kürzer als 2016, da waren es noch 7,8 Jahre.

"Während CEOs in der Vergangenheit oft über ein Jahrzehnt in ihrer Rolle tätig waren, entwickelt sich der Vorstandsvorsitz immer mehr zu einer überschaubaren Episode im Manager-Lebenslauf", sagt Harald Dutzler, Partner bei "Strategy& Österreich", ein Teilbereich von PwC. Die Gründe für die Wechsel sind vielseitig. In zwei Drittel der Fälle handelt es sich aber um geplante Rücktritte. Häufigster Grund sind mit 15,2 Prozent Fusionen und Übernahmen. Jeder zehnte Unternehmensleiter muss wegen schlechter finanzieller Ergebnisse gehen. Wegen ethischer Fehltritte wie Betrug, Bestechung, Insiderhandel, gefälschten Lebensläufen oder sexuellen Indiskretionen verlassen rund zwei Prozent die Firmenspitze, international sind es fünf Prozent.

Neubesetzungen in der DACH-Region sind der Studie nach zudem überwiegend männlich. Seit drei Jahren schwankt der Anteil der Frauen zwischen zwei und drei Prozent. In Österreich wurden in den letzten fünf Jahren nur zwei Frauen in den CEO-Posten gewählt: Elisabeth Stadler (Vienna Insurance Group) und Herta Stockbauer (BKS Bank).




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Dokument erstellt am 2018-09-04 16:56:55


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