• vom 06.09.2018, 18:59 Uhr

Österreich


Ernteausfälle

Millionen-Hilfe für Bauern nach Rekordschäden




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  • Nach Hitze gefolgt von existenzbedrohenden Ernteausfällen gibt es ein Dürre-Hilfspaket.

- © M. Hirsch

© M. Hirsch

Wien. Die anhaltende Dürre im Sommer hat den heimischen Landwirten Millionen gekostet und teilweise existenzbedrohende Ernteausfälle verursacht. Nun winken staatliche Hilfen: Für die betroffenen Bauern wurde ein Paket in Höhe von 60 Millionen Euro für Direktbeihilfen, Wiederaufforstungsprogramme und höhere Zuschüsse geschnürt.

Bereits Anfang August warnte die Hagelversicherung vor Rekordschäden von rund 210 Millionen Euro in der Landwirtschaft durch den Klimawandel - das tatsächliche Ausmaß werde aber deutlich darüber liegen. Besonders viehhaltende Betriebe sind von den Wetterextremen betroffen, da sie durch die hohen Ernteeinbußen bei Grünland das Futter für die Tiere zukaufen müssen. Während sich die Ausfälle im Ackerbau im Schnitt zwischen 10 und 15 Prozent bewegen, sind es im Grünland regional bis zu 40 Prozent, berichtet das Landwirtschaftsministerium.


"Von den insgesamt 60 Millionen Euro fließen 20 Millionen Euro in Direktzahlungen für betroffene Betriebe, vor allem für Tierhalter", sagte Agrarministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) dazu am Donnerstag. Das Geld gehe an ungefähr 20.000 Betriebe in Oberösterreich, Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Niederösterreich. Die Kosten dafür teilen sich je zur Hälfte Bund und Länder.

In der Forstwirtschaft wird mit Schäden von rund 38 Millionen Euro gerechnet - vor allem der Borkenkäfer hat den heimischen Wäldern schwer zugesetzt. Für Sofortmaßnahmen und ein Wiederaufforstungsprogramm werden ebenfalls 20 Millionen Euro bereitgestellt. Dabei sollen insbesondere Mischwälder gefördert werden, die gegen die Folgen des Klimawandels resistenter sind.

"Weitere 20 Millionen Euro investieren wir in Maßnahmen, um die Bauern dabei zu unterstützen, sich besser und intensiver gegen Elementarschäden zu versichern", so Köstinger. Künftig zahlt der Staat 55 Prozent statt 50 Prozent der Prämien bei Elementarrisikoversicherungen. Der Zuschuss steigt damit von derzeit 63 Millionen auf rund 75 Millionen Euro. Auch eine Tierausfallsversicherung soll eingeführt und unterstützt werden.

Außerdem sollen Kredite leichter gestundet werden können. "Die Laufzeit von Krediten kann um ein Jahr verlängert werden", heißt es im Landwirtschaftsministerium. Auch Agrarsonderkredite "Trockenheit" sollen aufgelegt werden. Die Darlehenshöhe reicht von 5000 bis 50.000 Euro. Vom Bund soll es Zinszuschüsse geben.




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Dokument erstellt am 2018-09-06 17:45:06


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