Wien. (pma) Der Wiener Baukonzern Porr hat am Montag in Wien-Simmering den Grundstein für seinen neuen Ausbildungscampus gelegt. Derzeit gibt es zu wenige Arbeitskräfte im Unternehmen, die auf die Anforderungen der Digitalisierung vorbereitet sind. Porr-Chef Karl-Heinz Strauss will langfristig alle Mitarbeiter auf das gleiche Ausbildungslevel bringen. Die Idee eines solchen Ausbildungszentrums habe es schon länger gegeben, sagt er.

Neben Schulungsräumen und einer Werkstatthalle entstehen ein Wohnheim mit rund 50 Betten sowie Freizeit- und Sporteinrichtungen. Für den Bau sind Kosten von fünf Millionen Euro veranschlagt.

Karriere auf drei Säulen

Bürgermeister Michael Ludwig lobt das Engagement der Porr bei Lehrlingsausbildungen und prophezeit Österreich eine Zukunft nicht als "Wirtschaft der rauchenden Schlote, sondern eine der rauchenden Köpfe". Das Image der Bauindustrie habe sich gewandelt, sagt Michaela Schindler, Lehrlingsexpertin der Bundesinnung Bau. Junge Leute ziehe der klare Karriereverlauf an: "Sie wissen immer, was der nächste Schritt im Unternehmen ist."

Im trialen Ausbildungssystem wird den Aus- und Weiterzubildenden neben den Theorieeinheiten in Schule und Akademie auf der Baustelle Praxiswissen vermittelt werden. Im September 2019 sollen die ersten Lehrgänge starten.