• vom 11.09.2018, 16:37 Uhr

Österreich


Einzelhandel

Benko am Ziel: Kaufhof und Karstadt fusionieren




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  • Ein neuer Warenhausriese in Deutschland entsteht.

- © reuters/Wolfgang Rattay

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Essen/Köln/Wien. (kle/apa) Erst kürzlich sind René Benko und seine Signa Holding bei der schwer angeschlagenen Möbelhandelskette Kika/Leiner eingestiegen. Jetzt folgt der nächste Coup des Tiroler Investors - diesmal in Deutschland. Dort schließen sich die Signa-Tochter Karstadt und Kaufhof zu einem neuen Warenhausriesen zusammen. Nach monatelangen Verhandlungen ist die Fusion am Dienstag offiziell verkündet worden, die Wettbewerbshüter müssen den Deal aber noch prüfen. Benko hatte bereits mehrfach versucht, den Karstadt-Konkurrenten Kaufhof zu übernehmen.

Signa Retail wird mehrheitlich an der neuen Holdinggesellschaft beteiligt sein, konkret mit 50,01 Prozent, die kanadische Kaufhof-Mutter Hudson’s Bay Company (HBC) wird 49,99 Prozent halten. Zum neuen gemeinsamen Unternehmen von Signa und HBC gehören die Galeria Kaufhof, die Karstadt Warenhaus GmbH, das gesamte Einzelhandelsgeschäft von HBC Europe (Saks OFF 5TH, Galeria Inno in Belgien, Hudson’s Bay in den Niederlanden) und auch Karstadt Sports sowie der gesamte Lebensmittel- und Gastronomiebereich beider Unternehmen. Der neue Warenhausriese verfügt künftig über 243 Standorte in europäischen Innenstadtlagen und beschäftigt insgesamt 32.000 Mitarbeiter. Außerdem ist geplant, zahlreiche Internethandels-Plattformen der beiden Unternehmen zusammenzuführen.


Stephan Fanderl wird Chef
Im Rahmen des Deals erwirbt die Signa Prime Selection AG 50 Prozent am europäischen Immobilienbestand von HBC. Zu diesem Portfolio gehören künftig 39 Immobilien aus einem bestehenden Joint-Venture von HBC in Europa sowie 18 weitere Immobilien, die sich bisher im Eigentum von Galeria Kaufhof befinden, teilte Signa am Dienstag mit. HBC wird weiterhin 50 Prozent der Immobilien halten. Der Kaufhof-Standort in Köln und das Carsch-Haus in Düsseldorf werden zu 100 Prozent von der Signa Prime Selection übernommen. Die damit erzielten Erlöse sollen in das operative Geschäft investiert und zur Rückführung von Schulden verwendet werden.

HBC-Chefin Helena Foulkes bezeichnete die Partnerschaft mit Signa als eine "kluge und strategisch sinnvolle Entscheidung". Damit seien die Voraussetzungen geschaffen, um "die Herausforderungen im deutschen Einzelhandel zu meistern". Karstadt- und Signa-Retail-Chef Stephan Fanderl sieht den Zusammenschluss als "ideale Lösung im stark umkämpften deutschen und europäischen Einzelhandelsmarkt". Fanderl avanciert auch zum neuen Chef des Gemeinschaftsunternehmens von Karstadt und Kaufhof. "Jetzt beginnt eine Phase, die von harter Arbeit, großen betrieblichen Herausforderungen und fordernden Marktveränderungen geprägt ist", betonte der Manager am Dienstag.




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Dokument erstellt am 2018-09-11 16:48:06


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