• vom 14.09.2018, 22:31 Uhr

Österreich


Finanzbranche

Neues Bank-Austria-Domizil




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  • Die Übersiedlung von insgesamt 5300 Mitarbeitern ist abgeschlossen. Die Bank Austria hat ihren Sitz jetzt am Austria Campus im 2. Wiener Bezirk.

- © Manfred Sodia Photography

© Manfred Sodia Photography

Wien. (apa/kle) Mit einer Art Tag der offenen Tür für Anrainer und Mitarbeiterfamilien hat die Bank Austria am Freitag ihre neue Firmenzentrale in Wien offiziell eröffnet. An dem jetzigen Hauptstandort wurden rund 5300 Mitarbeiter von 16 Tochterfirmen und zwölf bisherigen Standorten in zwei benachbarten Gebäuden mit rund 60.000 Quadratmetern Fläche zusammengeführt.

"Das bringt uns ganz, ganz viel", sagte Bank-Austria-Chef Robert Zadrazil im Rahmen der Eröffnungsfeier. Der "Meeting-Tourismus" zwischen den Standorten höre auf. Die Neuausstattung einschließlich der ganzen modernen Technik habe zwar 100 Millionen Euro gekostet, dafür spare sich die Bank aber jährlich einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe. Allein die Stromeinsparung - die neue Zentrale setzt auf Geothermie - betrage 23 Gigawattstunden oder den Bedarf von 8000 Zwei-Personen-Haushalten. "Das entspricht dem Bedarf des 1. Bezirks in Wien", so Zadrazil.


Keine fixen Arbeitsplätze
Einsparungen gibt es auch dadurch, dass die Bank Austria für ihre Mitarbeiter keine fixen Arbeitsplätze mehr vorsieht. Stattdessen gibt es im Gebäude zur Wahl offene beziehungsweise geschütztere Arbeitsplätze, Meetingräume und Freiflächen, wo sich jeder nach aktuellem Bedarf einen Sitzplatz suchen kann. Auch Teleworking von daheim wurde erleichtert. Dadurch spare sich die Bank 10 bis 15 Prozent der Plätze, sagte Zadrazil. Bisher werde das neue System von den Mitarbeitern sehr gut angenommen.

Gianni Franco Papa, Vizechef der italienischen Bank-Austria-Mutter Unicredit, nahm die Eröffnung der neuen Zentrale zum Anlass, das Bekenntnis seines Hauses zum Standort Wien und dessen Osteuropa-Kompetenz zu bekräftigen. "Wir haben entschieden, einen Hub in Wien für Österreich und Osteuropa zu haben. Die Menschen, die für die Osteuropa-Abteilung arbeiten, bleiben hier und werden nicht abgesiedelt", sagte Papa.

Die Bank Austria ist die größte Mieterin am Austria Campus auf dem Gelände des einstigen Nordbahnhofs. Hier sollen auf 85 Hektar in einem stadtnahen Bereich 20.000 Jobs sowie bis 2025 10.000 Wohnungen mit entsprechender Infrastruktur entstehen, sagte Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ). Er hob hervor, dass man vom Standort in Nähe des Pratersterns sowohl zum Stephansplatz als auch zu Naherholungsgebieten wie der alten Donau nur eine Viertelstunde brauche.

11.000 ÜbersiedlungskartonsZadrazil verwies im Pressegespräch auch auf die Dimension der Übersiedlung: Man habe binnen fünf Monaten 5300 Mitarbeiter übersiedelt, ohne dass der laufende Betrieb gestört worden sei. Dies entspreche der Einwohnerzahl der niederösterreichischen Stadt Melk. Das größte Lob sei, wenn Kunden nun sagen, dass sie nichts gemerkt hätten. 11.000 Kartons, zusammen 4,3 Kilometer lang, und 36.000 Laufmeter Archiv seien übersiedelt worden - immer am Wochenende. Vom Beschluss bis zur Besiedelung seien fast sieben Jahre vergangen.




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Dokument erstellt am 2018-09-14 17:54:10


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