• vom 17.09.2018, 09:28 Uhr

Österreich

Update: 17.09.2018, 10:52 Uhr

Preisniveau

Inflation stieg um 2,2 Prozent




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Von WZ Online, APA

  • Verkehr und Wohnen wurden teurer. 5,5 Prozent Mehrkosten für den wöchentlichen Einkauf.

Einkaufen wurde teurer, in eine andere Stadt fliegen billiger. - © APAweb, dpa, Julian Stratenschulte

Einkaufen wurde teurer, in eine andere Stadt fliegen billiger. © APAweb, dpa, Julian Stratenschulte



Wien. Das Leben in Österreich ist wieder etwas teurer geworden. Die Inflation zog im August erneut an, und zwar auf 2,2 Prozent nach 2,1 Prozent im Juli. Stärkster Preistreiber waren einmal mehr die Spritpreise. Dieseltreibstoff verteuerte sich im Jahresabstand um rund 15 Prozent, Superbenzin um mehr als 12 Prozent. Heizöl zog im Schnitt um 24 Prozent an. Auch die Mieten wurden teurer.

Pkw, deren Preise im Juli noch um 1,4 Prozent zurückgingen, verbilligten sich im August (-0,3 Prozent) kaum mehr. Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich um 3,2 Prozent.

Mehrausgaben für Wohnen, Wasser und Energie

Neben den Ausgaben für Verkehr mussten die Verbraucher in Österreich auch für Wohnung, Wasser und Energie im Schnitt um 2,3 Prozent mehr bezahlen, geht aus Berechnungen der Statistik Austria hervor. Wohnungsmieten verteuerten sich um 3,6 Prozent. Haushaltsenergie kostete im August um 3,2 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Auch andere Posten rund ums Wohnen wurden teuer: Die Ausgaben für die Instandhaltung von Wohnungen stiegen um 1,7 Prozent. Einrichtungsgegenstände und Bodenbeläge kosteten im Schnitt um 3,8 Prozent mehr als im August 2017.


Abgeschwächter Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln

Bei Nahrungsmitteln hat sich der Preisauftrieb etwas abgeschwächt, vor allem bei Milch, Käse und Eiern (August +0,8 Prozent, Juli +2,5 Prozent). Auch die Preise für Obst zeigten geringere Teuerungen (August +1,2 Prozent, Juli +3,3 Prozent), ebenso jene für Fleisch (August +1,1 Prozent, Juli +1,8 Prozent) und jene für Öle und Fette (August +3,8 Prozent, Juli +7,9 Prozent). Die Ausgaben für Brot und Getreideerzeugnisse stiegen um 1,7 Prozent, jene für Gemüse um 1,6 Prozent. Alkoholfreie Getränke kosteten um 1,7 Prozent mehr.

Der tägliche Einkauf verteuerte sich um 2,4 Prozent, der wöchentliche Einkauf stieg aufgrund höherer Spritpreise um 5,5 Prozent. Zeitungen wurden um 10 Prozent teurer, Butter um 6,7 Prozent, die Preise für Spezialbrot, Äpfel und Fruchtjoghurt zogen im Schnitt um über 4 Prozent an. Für Zigaretten musste man rund 6 Prozent mehr bezahlen.

Besuche in Restaurants und Hotels verteuerten sich um 3,1 Prozent. Freizeit- und Kulturdienstleistungen wurden um 1,7 Prozent teuer.

Doch nicht alles wurde teurer. Guten Nachrichten gibt es für reisefreudige Österreicher. So kosteten etwa Städteflüge um mehr als ein Drittel (34,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr, Flugpauschalreisen vergünstigten sich um 4,6 Prozent und Flugtickets um 3,6 Prozent. Günstiger wurden auch Gas (-5,7 Prozent), Telefon-und Telefaxdienste (-1,2 Prozent), Mobiltelefone (-5,2 Prozent) und Brillengläser (-10 Prozent). Im Supermarkt vergünstigten sich etwa tiefgekühlte Pizza (-3 Prozent), Kartoffeln (-2,2 Prozent) oder Schinken vom Schwein (-2,1 Prozent).

Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand (August gegenüber Juli) waren die Ausgaben für Bekleidung und Schuhe, deren Preise aufgrund weitere Sommerschlussverkaufsangebote durchschnittlich um 2,1 Prozent zurückgingen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-17 09:29:49
Letzte Änderung am 2018-09-17 10:52:24


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