Wien. (kle) Bezieher von Finanzdienstleistungen müssen immer genauer prüfen, ob der Anbieter seriös ist. Denn mittlerweile täuschen betrügerische Firmen vor, registriert oder konzessioniert zu sein, oder sie erfinden eine Aufsichtsbehörde, um sich einen seriösen Anstrich zu geben, warnt die Finanzmarktaufsicht (FMA). Schutz biete ein Blick auf die Homepage der FMA oder ein Anruf bei der Aufsichtsbehörde.

Als Beispiel nennt die FMA den "unseriösen Anbieter Gerber and Partners" aus Großbritannien, der Finanz- und Wertpapiergeschäfte im Programm hat. Er beruft sich auf die Konzession einer "Financial Supervisory Authority" (Finsa), die es in Wirklichkeit aber gar nicht gibt. Dazu verweist "Gerber und Partners" auf eine Website dieser frei erfundenen "Finsa" mit einem Firmenregister, "das eine Registrierung vortäuschen soll. Die FMA hat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet.

Andere Unternehmen klonen die Daten registrierter oder konzessionierter Firmen. Sie verwenden die Namen und die Registerdaten von tatsächlich existierenden und zum Geschäftsverkehr ordnungsgemäß zugelassenen Unternehmen missbräuchlich, um sich das Vertrauen der potenziellen Opfer zu erschleichen.

Wer sich schützen will, kann sich gratis die FMA-Sicherheits-App herunterladen und so FMA-Warnmeldungen am Handy erhalten, wie die Finanzaufsicht informiert.