Bei Männern sank die Arbeitslosigkeit mit -10 Prozent stärker als bei Frauen, wo sie um 5,7 Prozent zurückging. Bei Inländern betrug der Rückgang 10 Prozent, bei Ausländern 3,6 Prozent. Die Jungen (unter 25 Jahren) profitierten stärker vom Aufschwung am Arbeitsmarkt als die Älteren (ab 50 Jahren): Während bei Jungen die Arbeitslosigkeit um 9,1 Prozent zurückging, sank sie bei Älteren nur um 4,4 Prozent.

Akademikerarbeitlosigkeit sinkt kaum

Gegliedert nach Ausbildung verzeichneten Personen mit Lehrausbildung den stärksten Rückgang (-11,2 Prozent), bei Personen mit akademischer Ausbildung hingegen ging die Arbeitslosigkeit nur um 1,1 Prozent zurück.

Bei den verschiedenen Branchen war der Aufschwung am stärksten am Bau zu spüren, wo die Arbeitslosigkeit um 13,5 Prozent sank. Auch bei der Warenproduktion (-10,5 Prozent) und in Beherbergung und Gastronomie (-10,7 Prozent) gab es überdurchschnittliche Rückgänge. Im Handel sank die Zahl der Arbeitslosen um 8,7 Prozent.

"Wir freuen uns weiterhin über die rückläufigen Arbeitslosenzahlen. Das zeigt, dass die Konjunktur weiterhin stetig wächst und wir mit Maßnahmen wie etwa dem Jobgipfel oder dem AMS-Budget für 2019 auf dem richtigen Weg sind", kommentiert Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) am Montag in einer Aussendung die aktuellen Arbeitsmarktdaten.

Arbeitslosenquoten in der EU so niedrig wie vor zehn Jahren 

Die Arbeitslosenquoten in Europa sind auf einem Zehn-Jahres-Tief. In der Eurozone lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im August 2018 bei 8,1 Prozent, dem niedrigsten Wert seit November 2008. Im Juli lag sie noch bei 8,2 Prozent, im August 2017 bei 9,0 Prozent, gab Eurostat am Montag bekannt. In der EU-28 lag die Arbeitslosenquote im August bei 6,8 Prozent.

Damit blieb die Arbeitslosenquote in der EU-28 unverändert gegenüber Vormonat Juli und verzeichnete einen Rückgang gegenüber 7,5 Prozent im August 2017. Das ist nach wie vor die niedrigste Quote seit April 2008.

Laut Eurostat-Schätzung waren im August in der EU-28 insgesamt 16,657 Millionen Männer und Frauen arbeitslos, davon 13,220 Millionen im Euroraum. Gegenüber Juli verringerte sich die Zahl der arbeitslosen Personen um 114.000 und im Euroraum um 102.000. Gegenüber August 2017 sank die Zahl der Arbeitslosen in der EU-28 um 1,921 Millionen und im Euroraum um 1,419 Millionen.

Tschechien, Deutschland und Polen geringste Arbeitslosigkeit

Von den Mitgliedstaaten verzeichneten die Tschechische Republik (2,5 Prozent), Deutschland und Polen (je 3,4 Prozent) im August die niedrigsten Arbeitslosenquoten. Österreich hatte mit 4,8 Prozent die siebentniedrigste Quote unter den EU-Staaten, von denen Daten vorlagen. Die höchsten Quoten registrierten Griechenland (19,1 Prozent im Juni 2018) und Spanien (15,2 Prozent).