Wien. (apa/kle) Das Ende der EU-Zuckerquotenregelung, aber auch niedrigere Bioethanolpreise haben dem Wiener Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern Agrana die Halbjahresbilanz verhagelt. Unter dem Strich war das Unternehmen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 - März bis August - mit einem kräftigen Gewinnrückgang um 59 Prozent auf 39,9 Millionen Euro konfrontiert. Der Umsatz sank im Vorjahresvergleich um 7,4 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro.

Während der Zucker- und der Stärke-Bereich im Halbjahr unter Druck standen, lief es in der mittlerweile wichtigsten Firmensparte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate laut Agrana gut. Hier habe man zuletzt mehr verdient. Im Zuckergeschäft hofft der Konzern nun auf eine Preiserholung, obwohl Indien zum Zucker-Großexporteur aufsteigen dürfte. Die Lagerbestände würden jedenfalls zurückgehen, und die EU-Zuckerproduktion dürfte wieder sinken, hieß es am Donnerstag.