St. Pölten/Wien. (kle) Nach Monaten der Turbulenzen bei der Möbelhandelskette Kika/Leiner hat sich das neue Management am Dienstag der Belegschaft in der Konzernzentrale in St. Pölten vorgestellt. Mit dem Deutschen Reinhold Gütebier hat die Signa-Gruppe, die Kika/Leiner im Juni übernommen hat, einen Branchenprofi als Chef installiert. Er will die beiden Marken "Kika" und "Leiner" völlig neu - über unterschiedliche Preisschienen - am Markt positionieren, wie er im "Mittagsjournal" von Ö1 ankündigte. "In absehbarer Zeit", konkret in zwei bis drei Jahren, will Gütebier auch wieder expandieren und zusätzliche Mitarbeiter einstellen.

Kika/Leiner hat aktuell rund 5700 Mitarbeiter. Mit diesen will Gütebier jetzt "neu durchstarten". Um Kosten einzusparen und das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zurückzubringen, werden österreichweit, wie berichtet, insgesamt rund 830 Arbeitsplätze abgebaut. Außerdem werden bis Jahresende die Leiner-Filialen in Innsbruck und Wiener Neustadt sowie die Kika-Filialen in Vösendorf und Spittal an der Drau zugesperrt.