• vom 30.10.2018, 10:36 Uhr

Österreich

Update: 30.10.2018, 10:49 Uhr

Weltspartag

Nationalbank-Gouverneur erinnert an die "Sparkultur"




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Von WZOnline, APA

  • Laut einer Umfrage ist der Weltspartag für ein Drittel der Familien nach wie vor Pflichtprogramm.

Mit Hilfe einer Röntgenaufnahme sieht man, wie viel an kleinem Vermögen sich im Bauch dieses Sparschweins verbirgt.

Mit Hilfe einer Röntgenaufnahme sieht man, wie viel an kleinem Vermögen sich im Bauch dieses Sparschweins verbirgt.© APAweb/dpa/Peter Kneffel Mit Hilfe einer Röntgenaufnahme sieht man, wie viel an kleinem Vermögen sich im Bauch dieses Sparschweins verbirgt.© APAweb/dpa/Peter Kneffel

Wien. Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny ruft anlässlich des Weltspartags die Bedeutung von Sparen in Erinnerung. "Trotz der Niedrigzinsphase der vergangenen Jahre ist das Sparbuch unvermindert beliebt. Wichtig ist, dass man schon in jungen Jahren lernt, mit seinem eigenen Geld sorgsam umzugehen. Dazu gehört auch eine Sparkultur", erklärte Nowotny am Dienstag in einer Aussendung.

Morgen, Mittwoch findet in Österreich der Weltspartag statt, eine von den Banken als Werbeaktion eingeführter Tag zur Förderung des Sparens. Mit Stand Ende Juni 2018 hatten die Österreicherinnen und Österreicher laut OeNB rund 252 Mrd. Euro auf der Bank liegen.

Durchschnittlich 33 Euro/Monat Taschengeld

Kinder und Jugendliche in Österreich erhalten pro Monat durchschnittlich 33,32 Euro Taschengeld. Bei Kindern unter fünf Jahren sind es durchschnittlich 11,62 Euro, bei 5-9-Jährigen 15,28 Euro, bei 10-14-Jährigen 26,98 Euro und bei 15-18-Jährigen 72,00 Euro, geht aus einer Umfrage des Vergleichsportals durchblicker.at anlässlich des Weltspartags am 31. Oktober hervor.

Am meisten Taschengeld bekommen demnach Kinder und Jugendliche in Tirol (durchschnittlich 43,16 Euro), gefolgt von Wien (41,62 Euro) und Kärnten (36,41 Euro). Am wenigsten Taschengeld gibt es im Burgenland mit 17,49 Euro, teilte durchblicker.at am Montag mit.

Kinder geben ihr Geld vor allem für materielle Einkäufe (35 Prozent), Freizeitaktivitäten (25 Prozent) und Essen und Trinken (20 Prozent) aus. Drei von vier Kindern zahlen vom Taschengeld noch etwas aufs Sparbuch ein, geht aus der Online-Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals unter mehr als 1.000 Österreichern mit Kindern bis 18 Jahre hervor. Neun von zehn Eltern legen für ihre Kinder noch zusätzlich Geld zur Seite. Für immerhin ein Drittel der Familien ist der Weltspartag nach wie vor ein Pflichtprogramm.

Bei manchen Geldinstituten gibt es auch in den Tagen vor dem 31. Oktober eine Art "Weltsparwoche". Das Ausleeren von in Sparschwein & Co angesammelten Münzen ist bei den Banken unterschiedlich geregelt, auch außerhalb des Weltspartages. Bei der UniCredit Bank Austria beispielsweise ist das Münzzählen für Kinder immer und für Kunden dann gratis, wenn sie das Geld dann auf ihr eigene Konto überweisen, hieß es aus dem Institut zur APA. Auch bei der Erste Bank fallen generell keine Spesen für die Hartgeldzählung an, wenn aufs Konto bzw. Sparbuch/Sparkarte überwiesen wird.

Bei der BAWAG-P.S.K. fällt für Verbraucher ein Münzzählentgelt an, ausgenommen bei Einzahlung auf die Safe & Cool Karte für Kinder, bei Einzahlungen zugunsten von BAWAG P.S.K. Sparbüchern sowie der Zählung einzelner Münzen bis 50 Stück, unabhängig vom Gesamtwert, heißt es aus der Bank zur APA. Möglich ist die Münzzählung ausschließlich für Kunden der BAWAG und ihrer Tochter easybank. Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien verlangt Spesen beim Münzzählautomaten, nicht aber beim Münzeinzahlautomaten, bei dem direkt auf das Konto des Kunden überwiesen wird. Am Weltspartag werden von der Raiffeisenlandesbank in Wien keine Spesen fürs Münzzählen verlangt.

Es winkt ein Geschenk

Die häufigsten Motive für einen Besuch der Bank am Weltspartag sind laut einer Studie im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen Tradition (60 Prozent), das Weltspartags-Geschenk (50 Prozent) oder um einen Ausflug mit den Kindern oder Enkeln zu machen (49 Prozent). Bei einer Umfrage der UniCredit Bank Austria wurden für einen Bankbesuch am Weltspartag folgende Anreize als wichtig genannt: Eine gute Gelegenheit, wieder einmal Erspartes zur Bank zu bringen (34 Prozent), "Mir gefallen die Geschenke, die ich bekomme" (28 Prozent), "Ich begleite nur meine Kinder und Enkel" (27 Prozent).

Einer heute veröffentlichten Umfrage der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien zufolge gaben 54 Prozent der Befragten an, regelmäßig einen Fixbetrag auf die Seite zu legen. Junge Menschen setzen eher auf das Online-sparen, während die ältere Generation zum Großteil dem traditionellen Sparbuch treu bleibt, so die Bank heute in einer Pressemitteilung. 63 Prozent der 14-19-Jährigen stimmten in der Umfrage der Aussage zu, dass sie ihr Guthaben auf dem Online-Sparkonto als jederzeit verfügbaren Notgroschen nutzen. Im Vergleich dazu würden nur knapp 30 Prozent der befragten Über-70-jährigen jederzeit auf ihre Online-Ersparnisse zugreifen. Für größere Anschaffungen sparen Teenager jedoch gerne langfristig auf einem klassischen Sparbuch.





Schlagwörter

Weltspartag, Nowotny, Nationalbank

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-10-30 10:36:51
Letzte Änderung am 2018-10-30 10:49:43


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