• vom 30.10.2018, 20:02 Uhr

Österreich


Luftfahrt

Spritkosten schmälern AUA-Gewinn




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  • Erhöhter Aufwand auch für Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb - Passagieraufkommen steigt heuer auf neuen Rekordwert.

- © apa/Helmut Fohringer

© apa/Helmut Fohringer

Wien. (kle) Die Lufthansa-Tochter AUA rechnet nach den ersten drei Quartalen mit einem neuen Passagierrekord im Gesamtjahr 2018. Wie die Airline am Dienstag mitteilte, sollte heuer beim Fluggastaufkommen die 13-Millionen-Marke geknackt werden. Ihr Management geht aber nicht davon aus, dass die höheren Passagierzahlen auch für ein besseres Ergebnis sorgen. Für 2018 stellt der seit August neu amtierende AUA-Chef Alexis von Hoensbroech zwar ein deutlich positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Aussicht. Das unter anderem um Bewertungsgewinne aus Flugzeugverkäufen bereinigte Ebit werde jedoch "leicht unter dem Vorjahr" liegen.

Kerosinpreis deutlich gestiegenWas die AUA auf der Ergebnisseite bremst, sind höhere Spritrechnungen infolge des stark gestiegenen Ölpreises und die zunehmende Konkurrenz durch Billigflieger am Flughafen Wien, aber auch die zahlreichen Flugverspätungen und -ausfälle im europäischen Luftverkehr, die bei der Airline mit hohen Kosten für Entschädigungszahlungen zu Buche schlagen.


Die Engpässe im Luftraum wird es laut Hoensbroech auch im kommenden Jahr geben. Darauf wolle sich die AUA aber besser vorbereiten, deshalb werde hier eng mit dem Flughafen Wien zusammengearbeitet. Als weiterhin "herausfordernd" für das Geschäft der Airline bezeichnet der neue Chef mit Blick auf 2019 auch das teure Kerosin, wo die Mehrkosten voraussichtlich noch deutlich höher ausfallen werden, und den härteren Wettbewerb durch die Billigfluglinien. "Aber mit diesen Turbulenzen können wir umgehen", betont Hoensbroech.

Grundsätzlich hat die Lufthansa den studierten Astrophysiker, der auf Kay Kratky folgte, nach Wien geschickt, damit er die AUA rentabler macht. Zwar kämpfe diese nicht mehr ums Überleben wie noch vor einigen Jahren, aber sie "ringt noch um die richtige Zukunft", erklärt Hoensbroech. Geplant ist etwa, weiter an der Kostenschraube zu drehen und die AUA mit einem Modernisierungsschub bei der Digitalisierung weiter auf Kurs zu bringen.

Zuletzt, mit Ende Oktober, ist auch das Streckennetz umgebaut worden. Unwirtschaftliche Verbindungen - etwa nach Hongkong, Havanna, Colombo, Isfahan, Schiras oder Linz - wurden gestrichen, die Kapazitäten nach Chicago, New York, Montreal, Peking und Shanghai hingegen aufgestockt. Seit vergangenem Samstag wird außerdem die südafrikanische Metropole Kapstadt angeflogen. Für 2019 ist die Aufstockung der Flüge nach Japan und Kanada gemeinsam mit den beiden Partnern ANA (Tokio-Haneda) und Air Canada (Toronto) geplant.

Acht Prozent mehr Fluggäste
In den ersten drei Quartalen flog die AUA ein bereinigtes Ebit von 86 Millionen Euro ein. Ihr operativer Gewinn fiel damit um 14 Prozent niedriger aus als in der Vorjahresperiode. Die Zahl der Passagiere stieg um acht Prozent auf 10,6 Millionen. Die AUA beschäftigte zuletzt 7104 Mitarbeiter.




Schlagwörter

Luftfahrt, Fluglinien, AUA, Quartal

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-10-30 16:49:01
Letzte Änderung am 2018-10-30 16:53:47


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