• vom 21.11.2018, 16:20 Uhr

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Update: 21.11.2018, 16:40 Uhr

Versicherung

Uniqa legt heuer weiter zu




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  • Der Verkauf der Casino-Beteiligung spülte 47,4 Millionen Euro in die Kassen.
  • Wenig Nachfrage nach privater Pflegeversicherung.

- © Uniqa/apa-Fotoservice/Tesarek

© Uniqa/apa-Fotoservice/Tesarek

Wien. Uniqa-Chef Andreas Brandstetter ist zuversichtlich, dass der Versicherungskonzern 2018 mit 242 Millionen Euro (vor Steuern) mehr Gewinn erzielen wird als 2017. Auch bezüglich der Profitabilität im Schaden/Unfallbereich ist Brandstetter optimistisch.

Der Verkauf einer Beteiligung an den Casinos Austria um 47,4 Millionen Euro treibt den Gewinn der in 18 Ländern in Mittel- und Osteuropa tätigen Uniqa heuer nach oben. In den ersten drei Quartalen stieg der Vorsteuergewinn um 17,1 Prozent auf 212,4 Millionen Euro. Die verrechneten Konzernprämien blieben bei 4,04 Milliarden Euro stabil. Die Schaden-Kosten-Quote (Combined ratio) verbesserte sich von 97,1 auf 96,6 Prozent.


Das Geschäft laufe wie auch bei anderen Marktteilnehmern gut, mit Unterstützung durch die Makroökonomie in beiden Kernregionen in Österreich und in Osteuropa, sagte Brandstetter zur APA. Die Uniqa habe in allen Ländern, in denen sie tätig ist, positive Ergebnisse erzielt. Besonders stark gewachsen sei das Geschäft in Russland mit einem Prämienplus von 27 Prozent auf 75 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) der Russland-Tochter stieg um 80 Prozent auf über 12 Millionen Euro.

Zum Thema Pflegeversicherung in Österreich meinte Brandstetter, die Branche hänge von der Politik ab. Er verwies unter anderem auf das von der Regierung bis Jahresende in Aussicht gestellte Konzept im Pflegebereich. Die Nachfrage nach privaten Pflegeversicherungen sei relativ verhalten. Ein Problem sei unter anderem wahrscheinlich die Zweckbindung. Wenn man für die Bedrohung, pflegebedürftig zu sein, anspare, sei die Versicherung wegen der hohen Pflegekosten relativ teuer. Bei einer privaten Pflegeversicherung als Stand-Alone-Produkt bleiben die einbezahlten Prämien im Unternehmen, wenn kein Pflegebedarf anfällt.

Brandstetter spricht sich für neue Wege bei der Pflegefinanzierung aus, mit dem Ziel, dass jeder Österreicher im Alter mehr finanzielle Mittel hat, um so selbst zur Deckung der Pflegekosten beizutragen. Der Staat sollte generell private Vorsorge und das Ansparen für das Alter unterstützen, ohne Eingrenzung auf eine reine Pflegeversicherung.




Schlagwörter

Versicherung, Uniqa, Gewinn

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Dokument erstellt am 2018-11-21 16:31:26
Letzte Änderung am 2018-11-21 16:40:25



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