• vom 18.01.2019, 10:31 Uhr

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Update: 18.01.2019, 12:19 Uhr

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Asfinag-Chef räumt seinen Posten




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Von WZ Online, APA

  • Gabriele Csoklich wird anstelle von Klaus Schierhackl das Unternehmen ab sofort interimistisch führen.

Klaus Schierhackl wird die Asfinag "aus eigenen Wunsch" verlassen, heißt es.

Klaus Schierhackl wird die Asfinag "aus eigenen Wunsch" verlassen, heißt es.© APA/HANS KLAUS TECHT Klaus Schierhackl wird die Asfinag "aus eigenen Wunsch" verlassen, heißt es.© APA/HANS KLAUS TECHT

Wien. Asfinag-Chef Klaus Schierhackl wird mit 31. Jänner 2019 seinen Posten räumen und das Unternehmen "auf eigenen Wunsch" verlassen - einen entsprechenden Bericht des "Kurier" (online) hat ein Asfinag-Sprecher bestätigt. Gegen Schierhackl waren zuletzt Vorwürfe wegen einer Geschenkannahme und sexueller Belästigung erhoben worden, die Schierhackl bestritt.

Die Asfinag werde nun interimistisch von Gabriele Csoklich geführt werden, die derzeit das Konzern-Rechnungswesen leitet. Csoklich ist auch Geschäftsführerin der Asfinag European Toll Service GmbH.

 Schierhackl-Nachfolge soll im ersten Quartal feststehen

Schierhackl begründete seinen Schritt gegenüber dem Aufsichtsrat mit den öffentlichen Diskussionen rund um seine Person. Er war mit Vorwürfen konfrontiert, wonach er vor Jahren eine Mitarbeiterin mit einer Bemerkung sexuell belästigt haben soll und ein Haus von der Stifterin jener Stiftung als Geschenk angenommen habe, die der Asfinag ihre Räumlichkeiten vermietet. Den Vorwurf der sexuellen Belästigung hat Schierhackl bestritten.

Schierhackl begann seine Karriere 1997 in der Asfinag als Abteilungsleiter Maut. Von 2005 bis 2007 war er Geschäftsführer der Asfinag Maut Service GmbH, ehe er 2007 zum Vorstand der Asfinag bestellt wurde. In diesen letzten Jahren habe sich die Asfinag weiter positiv entwickelt und sich unter europäischen Autobahnbetreibern einen hervorragenden Ruf erarbeitet, "dafür spreche ich Dr. Schierhackl im Namen des gesamten Aufsichtsrates meinen Dank aus", sagte Asfinag-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Franzmayr laut Aussendung.

"Die letzten Monate mit den auch öffentlich gewordenen Diskussionen rund um Vorstandsdirektor Dr. Klaus Schierhackl waren eine große Herausforderung", sagte Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) in derselben Aussendung. "Ich bedanke mich beim Aufsichtsrat unter der Führung von Dr. Peter Franzmayr für das besonnene Handeln. Die Asfinag ist eines der bedeutendsten Infrastrukturunternehmen des Landes. Umso wichtiger ist es, die Ruhe im Unternehmen wieder herzustellen. Ich bin zuversichtlich, dass dies mit der Neuaufstellung des Vorstandes gelingen wird."

Ungeachtet des Rückzugs von Schierhackl soll die bereits eingeleitete Prüfung durch die vom Aufsichtsrat eingesetzte Untersuchungskommission fortgeführt werden, kündigte das Unternehmen heute an. "Damit sollen allenfalls vorhandene strukturelle Schwachstellen im Compliance-Bereich sowie in der Unternehmenskultur der Asfinag identifiziert werden, um für die Zukunft geeignete Maßnahmen zu setzen, um diese allfälligen Defizite beheben zu können."





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Dokument erstellt am 2019-01-18 10:32:22
Letzte Änderung am 2019-01-18 12:19:46



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