• vom 13.02.2017, 13:31 Uhr

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Update: 13.02.2017, 17:11 Uhr

Bekleidungshandel

C&A hält junge Wilde auf Abstand




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Von Thomas Pressberger

  • Trotz junger und innovativer Unternehmen fährt C&A mit dem herkömmlichen Konzept gut.


© dpa/Federico Gambarini © dpa/Federico Gambarini

Wien. Österreichs zweitgrößter Bekleidungshändler C&A hat in den vergangenen Jahren Federn gelassen. Betrachtet man aber die gesamte Branche, so hält sich die Handelskette aus Deutschland gar nicht so schlecht.

Der Nettoumsatz von C&A Österreich sank im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 auf 410 Millionen Euro - nach 414 und 417 Millionen Euro in den Jahren davor. "Wie schon im Vorjahr traf uns und andere die viel zu warme Witterung im Herbst, die das Wintergeschäft beeinträchtigt hat", sagt Norbert Scheele, Director of Country C&A Mode Central Eastern Europe.


Eine positive Entwicklung gab es dafür beim Jahresgewinn, der von 6,4 auf 6,6 Millionen Euro stieg. "Ausschlaggebend dafür waren ein deutlich verbessertes Finanzergebnis und ein gesunkener Personalaufwand", erklärt Scheele.

Um dem Abwärtstrend beim Umsatz entgegenzuwirken, investiert C&A in die Modernisierung der Filialen und des Sortiments - laut Scheele mit dem gewünschten Erfolg. "Wir haben 2015/16 4,8 Millionen Euro in neue Filialen, Umbauten, Erweiterungen und Modernisierungen investiert."

Für das laufende Jahr sei ein weitaus höherer Betrag budgetiert. "Wir drücken aufs Tempo, was die Modernisierung der Verkaufsfläche oder die Übersiedlung an vorteilhaftere Standorte angeht. Nur so kann es gelingen, mehr Ertrag in der Fläche zu erzielen", sagt Scheele. Laut aktuellem Jahresabschluss soll sich die Umsatzentwicklung 2016/17 durch die genannte Maßnahmen erstmals seit ein paar Jahren "deutlich verbessern".

C&A betreibt in Österreich 133 Standorte, die letzte Filiale wurde im September 2016 in Wolfsberg eröffnet. Sieben Filialen wurden 2016 modernisiert, im Frühjahr 2017 werden vier weitere Filialen grundlegend erneuert. Das Unternehmen beschäftigt in Österreich rund 2100 Mitarbeiter.

Auch international wird im großen Stil umgebaut. Da der Umsatz auch in anderen Ländern rückläufig ist, sollen unprofitable Läden geschlossen und in den nächsten Jahren eine Milliarde Euro in die Umstrukturierung investiert werden. Ziel ist es, bis 2021 ein robustes Wachstum zu erzielen. C&A ist in mehr als 20 europäischen Ländern vertreten, hat rund 1600 Filialen und beschäftigt mehr als 37.500 Mitarbeiter. Der Umsatz in Europa liegt bei rund 6,5 Milliarden Euro.

Prominente Namen
verschwinden

Dass C&A trotz starker Konkurrenz und innovativer Neueinsteiger wie Primark über die Jahre seine Marktanteile halten konnte, sei beachtlich, sagt Hania Bomba, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Regioplan. Vor allem, weil das Unternehmen zwar laufend, aber immer nur ein bisschen an seinem Konzept arbeite. "C&A hat sich immer wieder angepasst und sein verstaubtes Image poliert", so Bomba. Wer erfolgreich sein wolle, brauche eine klare Botschaft und müsse dem Konsumenten genau zeigen, wofür die Marke stehe - und das mache C&A. Für den Konzern sei der österreichische Markt weder ein guter oder schlechter, sondern in erster Linie ein stabiler.

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Dokument erstellt am 2017-02-13 13:36:05
Letzte Änderung am 2017-02-13 17:11:50



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