• vom 13.03.2018, 15:03 Uhr

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Sportartikelhandel

Hervis wächst stärker als die Branche




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  • Die Sporthandelskette steigerte 2017 den Umsatz im In- und Ausland um fünf Prozent auf 520 Millionen Euro.

Hervis nutzt die Kombination aus Internet- und Filialgeschäft. - © Hervis

Hervis nutzt die Kombination aus Internet- und Filialgeschäft. © Hervis

Wien/Salzburg. Die Sporthandelskette Hervis, die zum Salzburger Spar-Konzern gehört, hat im vergangenen Jahr sowohl in Österreich als auch in den osteuropäischen Ländern Umsatzzuwächse erzielt. Die Gesamterlöse stiegen im In- und Ausland um rund 5 Prozent auf 520 Millionen Euro. In Österreich erhöhten sich die Umsätze mit 6,5 Prozent deutlich über dem Branchenschnitt, der bei 2,5 Prozent lag. Das Ergebnis sei erfreulich gewesen, die EBT-Marge sei bei 3,5 Prozent gelegen, sagte Spar-Vorstand Hans Reisch beim Jahrespressegespräch.

Der österreichische Sporthandelsmarkt ist sehr wettbewerbsintensiv, die Pro-Kopf-Ausgaben der Österreicher für Sportequipment gehören zu den höchsten in Europa. Erst im Vorjahr ist mit der norwegischen Kette XXL ein neuer Mitbewerber in den Markt eingetreten. Neue Standorte machten auch Nike, der Laufschuh-Hersteller Asics und der US-Sportartikelhersteller Under Armour auf. Für den Sommer ist der Markteintritt des französischen Sportdiskonters Decathlon angekündigt.


XXL ließ sich in der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf (NÖ) sowie im Donauzentrum in Wien nieder. An beiden Standorten ist auch Hervis vertreten. "Über XXL können wir noch nichts sagen. An den zwei Standorten konnten wir nichts wahrnehmen", sagte Hervis-Geschäftsführer Alfred Eichblatt. Die Norweger stellen sich in Österreich bis zu 20 Filialen vor.

Auch Hervis ist auf Expansionskurs. 2017 hat der Händler zehn neue Filialen eröffnet, vier davon in Österreich. Aktuell verfügt Hervis in sieben Ländern über 210 Standorte, 94 davon in Österreich. Für 2018 sind sechs neue Österreich-Filialen geplant und ebenso viele in Rumänien.

Weiter ausbauen will Hervis den im Vorjahr eingeführten Mietservice. "Stand-up-Paddle-Boards waren den gesamten Sommer ausvermietet. Es gibt da Bedarf", sagte Eichblatt. Sportequipment zu mieten statt gleich zu kaufen sei billiger und spare daheim Platz. Das Verleihgeschäft mache den Markt größer, zwar nicht beim Umsatz, aber bei der Anzahl der Kunden, räumte Eichblatt ein.

Ein Trend ist laut Eichblatt "die Vermessung des Körpers" - was beim maßangepassten Skischuh angefangen hat, reicht inzwischen bis zur Vermessung des Gesäßes für Reitsättel. Gefragt sei weiterhin sportive Freizeitmode. Turnschuhe werden ja schon lange nicht nur beim Laufen getragen. Der Sneaker-Markt explodiere, so der Hervis-Chef.

Keine Nachwuchsprobleme
Anders als andere Händler hat Hervis nach eigenen Angaben keine Probleme, Lehrlinge zu finden. "Das allgemeine Lamentieren deswegen können wir nicht verstehen", sagte Eichblatt. Der Sporthändler sucht derzeit 120 neue Lehrlinge. Ab Herbst wird erstmals der neue Lehrberuf "E-Commerce-Kaufmann/Kauffrau" ausgebildet. Hervis beschäftigt in Summe rund 3100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon mehr als 300 Lehrlinge.




Schlagwörter

Sportartikelhandel, Hervis, Umsatz

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Dokument erstellt am 2018-03-13 15:08:45


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