• vom 13.06.2018, 23:31 Uhr

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Alpla

Von der Waschküche auf den Weltmarkt




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  • Alpla-Gründer Alwin Lehner verstorben.

Hard. Der Gründer des Vorarlberger Kunststoffverpackungsspezialisten Alpla, Alwin Lehner, ist am Dienstagabend im Alter von 86 Jahren gestorben. Gemeinsam mit seinem Bruder Helmuth rief er 1955 die "Alpenplastik Lehner Alwin GmbH" - kurz Alpla - ins Leben. Das heute mit Abstand größte Vorarlberger Unternehmen beschäftigt weltweit 19.300 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

Der Siegeszug der PET- und anderer Kunststoffflaschen ist untrennbar mit dem Namen Alpla verbunden. Begonnen hatte alles in der Waschküche von Lehners Elternhaus in Hard am Bodensee im Nebenerwerb. Durchgestartet war der Familienbetrieb, als der gelernte Maschinenbauer Alwin Lehner sich gezwungen sah, seine eigenen Spritzguss- und Fertigungsmaschinen zu entwickeln, weil für die Kundenanforderungen aus der Getränke-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie "nichts G’scheites am Markt war", wie er sagte.


1958 gelang der Durchbruch. Mautner-Markhof und der amerikanische Kosmetikkonzern Elizabeth Arden waren erste Schlüsselkunden für ihn. Das Erfolgsgeheimnis von Alpla war, als einer der ersten Zulieferer die Produktion in die Fabriken der Kunden zu integrieren bzw. in deren Nähe zu betreiben. So wurde bereits 1964 das erste Werk im Ausland eröffnet: 1964 in Markdorf in Deutschland. Heute gibt es Alpla-Produktionsstätten an 176 Standorten in 45 Ländern. 1997 trat Lehner aus der operativen Leitung der Firmengruppe aus, um sich weiterhin technischen Entwicklungen zu widmen. Seit damals führt sein Sohn Günther die Geschäfte.




Schlagwörter

Alpla, Todesfall

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Dokument erstellt am 2018-06-13 18:01:20


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