• vom 30.07.2018, 22:28 Uhr

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Palfinger beendet Zukäufe vorerst




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  • Neuer Palfinger-CEO Klauser will Konzerngeschäft stabilisieren. Ziel: Wachstum durch Innovation.


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Wien/Bergheim. Palfinger will durch Innovationen und die Hebung von Synergieeffekten wachsen, größere Zukäufe sind in den nächsten zwei Jahren nicht geplant. Das erklärte der 52-jährige gebürtige Oberösterreicher Andreas Klauser, der seit 1. Juni als neuer CEO des Salzburger Kranherstellers Palfinger tätig ist, am Montag in der Halbjahrespressekonferenz.

Im Rahmen der Konsolidierung des börsenotierten Weltmarktführers seien auch Werksschließungen nicht ausgeschlossen, aber Österreich werde davon nicht betroffen sein, erläuterte Klauser. Palfinger ist derzeit mit 39 Produktionsstandorten in 20 Ländern weltweit vertreten. In Österreich gibt es neben dem Headquarter in Salzburg Werke in Lengau, Köstendorf und Elsbethen. Von den insgesamt 10.500 Mitarbeitern sind rund 2200 in Österreich beschäftigt.


Der Bereich Marine hat im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatzrückgang von 11 Prozent auf 114,9 Millionen Euro verzeichnet. Dadurch sank der Anteil des Segments am Konzernumsatz von 17,1 auf 14,3 Prozent. Zurückgeführt wird das von Finanzvorstand Felix Strohbichler auf den Bereich Öl- und Gasförderung, wo die niedrigen Preise zu einem Umsatzrückgang bei den diversen Kran- und Hebe-Einrichtungen führten. Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Marine werden 2018 und 2019 das Ergebnis belasten.

Das weitaus größere Segment Land hatte in den ersten sechs Monaten ein Umsatzplus von 10 Prozent auf 687 Millionen Euro aufzuweisen. Das Wachstum werde durch Europa, aber auch Russland getragen, erläuterte Klauser. Ein etwaiger Handelskrieg Europas mit den USA sei keine Bedrohung, weil man auch in den USA Produktionsanlagen habe. Aber auch im Bereich Land sind Restrukturierungskosten angefallen, eine Lackieranlage in den USA musste abgeschrieben werden.

Plus bei Aufträgen
Insgesamt hat Palfinger im ersten Halbjahr 2018 einen Anstieg des Auftragseingangs zu verzeichnen. "Wir sind limitiert durch die Zulieferindustrie", erläuterte Klauser. Die Kunden seien derzeit bereit, auch neunmonatige Lieferzeiten zu akzeptieren. Einen Teil der Aufträge, die man jetzt bekomme, könne man erst 2019 abarbeiten. Die Werksferien in Österreich werden zwar nicht generell gestrichen, aber manche Mitarbeiter müssen dennoch arbeiten, weil ein Teil der Produktion aufrecht bleibe.

Statt Zukäufen werde nun die Integration aller akquirierten Unternehmen im Fokus stehen: Man werde versuchen, verschiedene Bereiche auf gemeinsame Plattformen zu führen. Das bedeute keinen Qualitätsverlust, sondern eine Vereinheitlichung und Vereinfachung von Bestandteilen und Techniken, erklärte Klauser. Die Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Marine werden 2018 und 2019 das Ergebnis belasten. Im nächsten Jahr seien weniger Investitionen geplant als heuer.

Mit einer Eigenkapitalquote von 37,2 Prozent könne der Konzern auf eine sehr solide Finanzierungsstruktur verweisen, betonte der Finanzvorstand. Ziel sei die Steigerung auf über 40 Prozent.

Der Umsatz in der ersten Jahreshälfte erhöhte sich um 6,4 Prozent auf 801,9 Millionen Euro, der operative Gewinn (Ebit) legte um 6,3 Prozent auf 71,0 Millionen Euro zu. Unterm Strich steht aber ein Gewinnrückgang: Das Konzernergebnis lag - bedingt durch das niedrigere Finanzergebnis, die höhere Steuerquote und die gestiegenen Ergebnisanteile der Minderheiteneigentümer - mit 35,2 Millionen Euro um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 38,6 Millionen Euro. Der Gewinn pro Aktie sank von 1,03 Euro auf 0,94 Euro.




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Dokument erstellt am 2018-07-30 16:38:21


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