• vom 31.07.2018, 16:13 Uhr

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Update: 31.07.2018, 16:33 Uhr

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Die Erste Group geht wieder bergauf




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  • Andreas Treichl will die Kosten in der Gruppe deutlich senken.

Weniger Beschäftigte, prognostiziert Erste-Chef Andreas Treichl. - © apa/Jäger

Weniger Beschäftigte, prognostiziert Erste-Chef Andreas Treichl. © apa/Jäger



Wien. In allen Ländern hat die börsennotierte Erste Group heuer im ersten Halbjahr Gewinne eingefahren. Beim Betriebsergebnis gab es nach vier Jahren eine Trendwende, es ging leicht aufwärts. Kredite und Einlagen wachsen. Der Ausblick ist auch für 2019 positiv. Es winken höhere Dividenden. Stärker auf die Bremse steigen will Bankchef Andreas Treichl bei den Kosten.

Durch die Bank arbeite man an Kostenreduktionen, sagte Treichl in der Pressekonferenz. Der Betriebsaufwand war wegen tarifbedingtem höherem Personalaufwand im ersten Halbjahr 2018 mit 2,076 Milliarden Euro zwar noch etwas höher als im ersten Halbjahr 2017, im zweiten Quartal hat sich die Entwicklung aber eingebremst. Das Banking der Zukunft wird jedenfalls mit weniger Beschäftigten auskommen. Dabei werden die Personalkosten pro Kopf allerdings nicht sinken, sondern steigen, glaubt Treichl.

Entspannt ist die Lage bei den Problemkrediten. Mit einer Quote von 3,6 Prozent ist der Anteil an faulen Krediten am Kreditbestand auf einem 10-Jahres-Tief. Bis Jahresende sollte die Quote weiter sinken. Die Kreditrisikokosten bringen Risikochef Willibald Cernko in seiner Bank nicht mehr ins Schwitzen, wie er sagte. Hier übersteigen derzeit die Auflösungen die neu zu bildenden Vorsorgen. Sorge machen dem Erste-Banker aber Überhitzungserscheinungen, also überschießende Kreditlaufzeiten bei einigen Konkurrenten und "grenzwertige" Fremdfinanzierungsanteile bei Immobilienkrediten. Hier hat die Aufsicht schon Warnrufe abgesetzt. In der Ersten schätzt man, dass die Kreditrisikokosten niedrig bleiben, solange die Zinsen tief bleiben.

Sehr viel werde die Bank in den nächsten Jahren in ihre digitalen Bankdienste investieren. "Es werden immer mehr Angreifer kommen in unsere Märkte, fast alle digital mit extrem niedrigen Kosten. Daher brauchen wir gute Erträge", betonte Treichl. Durch mehr Einnahmen sowie Einsparungen und Effizienzsteigerungen soll die Kosten/Ertrags-Relation - derzeit bei 61,5 Prozent - auf Sicht auf 55 und darunter zu liegen kommen. Länger als drei Jahre dürfe es dafür nicht brauchen. "Ob das genügt, wage ich zu bezweifeln", sagte Treichl. "Ich glaube, dass wir als Gruppe in die Nähe von 50 Prozent und darunter kommen sollten." Auf weniger als 50 Prozent Kosten/Ertrags-Relation kommt in der Erste-Gruppe heute beispielsweise die große Tochterbank in Tschechien. Bei den österreichischen Sparkassen sind es mehr als 70 Prozent.

Bei der rumänischen Tochter BCR stockt die Erste um 140 Millionen Euro ihre Beteiligung auf nahezu 100 Prozent auf. Das wird erst im zweiten Halbjahr vollzogen, ist aber bereits verbucht.





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Dokument erstellt am 2018-07-31 16:23:20
Letzte Änderung am 2018-07-31 16:33:39


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