• vom 31.07.2018, 17:01 Uhr

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Update: 31.07.2018, 17:13 Uhr

Luftfahrt

Neuer Mann am AUA-Steuerknüppel




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  • Kratky geht in Pension, der bisherige Lufthansa-Cargo-CCO Hoensbroech will für die Lufthansa-Tochter ein neues Konzept verfassen.

Chefwechsel: Kratky (r.) übergibt an Hoensbroech (l.). - © apa/Techt

Chefwechsel: Kratky (r.) übergibt an Hoensbroech (l.). © apa/Techt


© M. Hirsch © M. Hirsch

Wien/Frankfurt. Die Lufthansa hat die teure Integration von Air-Berlin-Teilen und höhere Treibstoffkosten im zweiten Quartal dank höherer Ticketpreise weitgehend wettgemacht. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) lag mit 982 Millionen Euro um gut drei Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, wie die AUA-Mutter am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Für das laufende Jahr rechnet Vorstandschef Carsten Spohr weiterhin damit, dass der operative Gewinn nur leicht hinter den fast 3 Milliarden Euro aus dem Rekordjahr 2017 zurückbleibt.

Bei der AUA schurren die Motoren noch nicht so gut. Dort wurden aber neue Weichen gestellt: CEO Kay Kratky übergab am Dienstag das symbolische Höhenmeter an den neuen Chef, Alexis von Hoensbroech. Der Astrophysiker übernimmt ab 1. August das Steuer und will vor allem eines: den Gewinn der AUA so schnell wie möglich in die Höhe bringen. "Die AUA ist eine Fluggesellschaft im Steigflug", sagte er bei der Halbjahrespressekonferenz am Dienstag. Im Rendite-Himmel der Lufthansa fliegt die AUA allerdings noch ziemlich tief, alle anderen Schwesterunternehmen seien profitabler. Hoensbroech, der bisher Vorstandsmitglied und CCO bei der Lufthansa Cargo war, hat vorerst einen Dreijahresvertrag unterschrieben.


Ein geschärftes strategisches Konzept soll es bis Jahresende geben. Bis dahin will Hoensbroech "das Unternehmen und die Mitarbeiter kennenlernen".

Viele Billigflieger
Das große Gerangel unter den
Billigfliegern am Standort Wien werde man vorübergehend spüren, die AUA lasse sich dadurch aber nicht verunsichern, denn
die Marke Austrian Airlines sei sehr stark, sagte der Neue.

Kratky geht nach drei Jahren mit "sehr befriedigenden Zahlen" von Bord. Die Buchungszahlen
für die kommenden Monate seien sehr vielversprechend. Positiv werde sich die Überarbeitung
des Streckennetzes auswirken, zudem wurden die neue "Premium Economy"-Klasse eingeführt. Dennoch wird der Gewinn 2018 geringer ausfallen als im Vorjahr. Die Erlöse legten im ersten Halbjahr bereinigt um 4 Prozent zu, während die Kosten um knapp 5 Prozent anstiegen. Das liege zum einen an höheren Treibstoffkosten, zum anderen am Wetter, Luftraumbeschränkungen und Betriebsversammlungen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-31 17:11:21
Letzte Änderung am 2018-07-31 17:13:07


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