• vom 02.08.2018, 16:03 Uhr

Unternehmen


Aluminiumproduktion

US-Strafzölle belasten AMAG




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  • Aluminiumnachfrage steigt weltweit.

Wien/Ranshofen. Der Gewinn des börsennotierte Aluminiumkonzerns AMAG ist im ersten Halbjahr etwas niedriger ausgefallen, obwohl der Umsatz ein leichtes Plus verzeichnete. Ursache sind höhere Rohstoffkosten und die höheren Vorlaufkosten für die Standorterweiterung in Ranshofen (OÖ), teilte der Alu-Konzern am Donnerstag mit. Für das gesamte Jahr 2018 dürften die US-Zölle das Unternehmen mit rund 5 Millionen Euro Millionen-Euro belasten.

Die AMAG profitiert von einer weltweit stetigen Aluminiumnachfrage, die Auftragsbücher sind gefüllt. Da Auto- und Flugzeugteilbestellungen äußerst langfristig - in etwa auf fünf Jahre - erfolgen, fährt der Konzern wohl noch länger auf der Grünen Welle. Heuer werden weltweit 67 Millionen Tonnen Primäraluminium nachgefragt, 2028 wird mit 90 Millionen Tonnen gerechnet.


"Wir haben unsere grünen Balken analysiert; geschaut, was könnte passieren, dass sie rot werden - das ist uns nicht gelungen", sagte Vorstandschef Helmut Wieser in der Halbjahres-Bilanzpressekonferenz am Donnerstag in Wien. Mit gewissen Produkten seien die AMAG-Anlagen bis 2025 ausgelastet. Immer mehr Autos werden zur Gänze aus Aluteilen gefertigt. Das gilt auch für Flugzeuge.

80 Prozent des Aluminiums
aus Ranshofen ist recycelt

Die AMAG setzt, um gegen die Konkurrenz erfolgreich zu sein, auf eine Qualitätsstrategie und Recycling. 80 Prozent des Aluminiums aus Ranshofen ist recycelt. Bei extrem schwankenden Alupreisen ist das eine gute Absicherung.

Bei einem Teil der Produktion der AMAG - im Kaltwalzwerk - wird mit dem nächsten Jahr von einem Zwei- auf einem Dreischichtbetrieb umgestellt, wie das in anderen Produktionsteilen des Unternehmens bereits der Fall ist.

Den Weg eines organischen Wachstums am Standort Ranshofen sieht Vorstandschef Wieser im ersten Halbjahr 2018 fortgesetzt. "Neben der Versuchsgießanlage für Walzbarren und der neuen Plattierstation im Segment Walzen wurde auch ein neuer Schmelzofen für Gusslegierungsprodukte in Betrieb genommen."

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 0,8 Prozent auf 539,9 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 535,4 Millionen Euro). Die produzierte Menge lag mit 204.700 Tonnen aber um fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Ebitda fiel von 92,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2017 auf 86,2 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) fiel von 55,1 Millionen Euro auf 46,0 Millionen Euro. Nach Steuern lag der Gewinn in den ersten sechs Monaten bei 33 Millionen Euro, nach 37,6 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2017. Das Eigenkapital blieb mit 608,6 Millionen Euro Ende Juni praktisch unverändert, die Eigenkapitalquote sank aber von 43,3 Prozent auf 40,9 Prozent, der Verschuldungsgrad stieg von 46,4 auf 56,2 Prozent. Die Anzahl der Mitarbeiter legte um 4,9 Prozent auf 1955 zu.




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Dokument erstellt am 2018-08-02 16:11:17


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