• vom 22.08.2018, 17:16 Uhr

Unternehmen

Update: 22.08.2018, 17:31 Uhr

Arbeitsmarkt

"Die Digitalisierung ist kein Jobkiller"




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  • Laut einer Accenture-Studie wird das Automatisierungspotenzial von Berufen überschätzt.

Accenture prognostiziert, dass menschliche Arbeit künftig nicht durch Maschinen ersetzt, sondern vielmehr kollaborativ zwischen Mensch und Maschine stattfindet.

Accenture prognostiziert, dass menschliche Arbeit künftig nicht durch Maschinen ersetzt, sondern vielmehr kollaborativ zwischen Mensch und Maschine stattfindet.© APAweb, dpa, Ole Spata Accenture prognostiziert, dass menschliche Arbeit künftig nicht durch Maschinen ersetzt, sondern vielmehr kollaborativ zwischen Mensch und Maschine stattfindet.© APAweb, dpa, Ole Spata

Wien. Die Sorge, die Digitalisierung könnte hierzulande zu flächendeckender Arbeitslosigkeit führen, ist laut den Autoren einer aktuellen Studie des IT-Beratungsunternehmens Accenture unbegründet. "Die Digitalisierung ist kein Jobkiller, sondern schafft Arbeitsplätze", betonte Accenture-Manager Miachel Zettel am Mittwoch vor Journalisten in Wien.

Das Automatisierungspotenzial von Berufen werde erheblich überschätzt, so Zettel. Laut der aktuellen Accenture-Studie könnten künftig nur einzelne Tätigkeiten eines Berufes automatisiert werden. Ein Großteil der Jobs bedürfe aber weiterhin einer Vielzahl menschlicher Fähigkeiten, die so schnell nicht automatisierbar seien, so die Erhebung.


Accenture prognostiziert, dass menschliche Arbeit künftig nicht durch Maschinen ersetzt, sondern vielmehr kollaborativ zwischen Mensch und Maschine stattfindet. Dadurch würden sogar neue Tätigkeiten geschaffen werden, so Zettel. Dafür sei es aber notwendig, dass die heimischen Unternehmen anfangen, Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz (KI), Cloud und Internet of Things, umfassend einzusetzen und zu nutzen, betonte er.

Man befinde sich bereits auf einem guten Weg, gab sich Zettel optimistisch. Das wirtschaftliche Umfeld beginne sich langsam wieder zu entspannen, vor allem die Branchen Industrie sowie Kommunikation, Elektronik und Hightech würden signifikant zum Umsatzwachstum heimischer Unternehmen beitragen. Konzerne müssten nun anfangen, sich klug (weiter) zu entwickeln und den Einsatz neuer Technologien vorantreiben, so Zettel.

Zu viel Regulierung als Hemmnis für Wachstum
85 Prozent der Top-100 Unternehmen hätten laut Accenture-Umfrage bereits in Künstliche Intelligenz investiert. Eine vermehrte Veränderung des Geschäftsfelds durch die Digitalisierung spürt der Großteil bereits jetzt. 40 Prozent glauben, künftig von einer völligen Distruption durch die Digitalisierung betroffen zu sein. Um in Zeiten der Digitalisierung nicht unterzugehen, bedarf es laut Accenture aber auch Anreize aus Verwaltung und Regierung. Zunehmende Regulierung in Europa sei dabei ein Hemmnis für Wachstum und Innovation.

Drei Viertel der von Accenture befragten Manager hätten angegeben, sich in den kommenden drei Jahren aufgrund neuer Vorschriften aus dem Markt zurückzuziehen, einen Eintritt zu verschieben oder sogar ganz auf ihn zu verzichten. Vor diesem Hintergrund müsse die Politik ein innovationsfreundliches Klima schaffen, um den Wirtschaftsstandort Österreich und Europa zu stärken, forderte Zettel.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-22 17:26:47
Letzte Änderung am 2018-08-22 17:31:26


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