• vom 20.09.2018, 08:01 Uhr

Unternehmen


Gründerinnen

Der Traum vom Chefin-Sein









Stefanie Kukla.

Stefanie Kukla.© Lisa Lugerbauer Stefanie Kukla.© Lisa Lugerbauer

Johanna Boch (36), Gründerin von Heroes and Heroines. Johanna Boch hat immer etwas Eigenes gewollt. Mit ihrer Heldengang, wie sie die Mitarbeiter ihrer PR-Agentur gerne bezeichnet, hat Boch bereits Kunden wie Gucci, Grey Goose, Falke oder Red Bull Music an Land gezogen. Ihren Job in einer klassischen PR-Agentur hat sie erst an den Nagel gehängt, als sie den ersten Kunden unter Vertrag hatte. "Ich wollte nicht das Risiko eingehen, zu kündigen und zu schauen, ob eventuell jemand kommt."


Zeitliche Flexibilität als
einer der vielen Vorteile

Johanna Boch.

Johanna Boch.© Lisa Lugerbauer Johanna Boch.© Lisa Lugerbauer

Mit einem Büro im 7. Bezirk und einer Dependance in Berlin ist die PR-Agentur Heroes and Heroines seit der Gründung 2012 stark gewachsen. "Ich bin sehr zufrieden, mit dem, was ich gemacht habe und wie ich es gemacht habe", antwortet Boch auf die Frage, ob sie Entscheidungen bereue. "Es fällt mir oft schwer, es zu sagen, aber ich bin stolz auf mich."

Boch arbeitet von Anfang an sehr viel. Alles unter einen Hut zu bekommen ist aber oft schwer. Da braucht es verständnisvolle Freunde und einen unterstützenden Partner. "Wenn man wirklich gute Freunde hat, ist das egal, wie oft man sich sieht oder nicht. Es ist zwar unangenehm abzusagen, aber sie fragen mich - Gott sei Dank - nach wie vor, ob wir etwas unternehmen wollen."

Die zeitliche Flexibilität sieht Boch auch als einen der vielen Vorteile der Selbständigkeit. Aufträge erfüllt sie idealerweise nicht zur Deadline, sondern klar vorher. In einen normalen Job möchte Boch eher nicht mehr zurückkehren, und wenn, dann nur aus eigener Entscheidung heraus und nicht, weil die Agentur scheitert. "Wenn es nicht funktioniert, heißt das, dass meine persönliche Leistung nicht gereicht hätte, mit dem hätte ich dann zu kämpfen", meint die gebürtige Vorarlbergerin. Ihre Heldengang hält klar zusammen. Das ist für Boch auch von großer Bedeutung. "Das Wichtigste ist das Miteinander und sich nicht anzufeinden. Ich glaube, das ist in der Branche momentan noch ein sehr großes Problem."

Stefanie Kukla (34), Gründerin von Madame Kukla. Die gebürtige Mostviertlerin ist spontan. Sie kleidet sich so, wie sie sich fühlt. Ihr selbst entworfenes Kleidungsstück bietet unzählige Trage-Möglichkeiten. Ob als Rock, Kleid, Schal oder Weste, "Kukla" passt sich dem Lebensstil der 34-Jährigen an - und seit der Firmengründung 2015 auch jenem einiger anderer Frauen.

Stefanie Kukla hat zuletzt bei der Austria Presseagentur gearbeitet, im Finanzministerium, in einem Start-up - und vor allem immer gerne in Teams. Trotzdem vermisst sie diese Welt heute nicht. "Die Vorteile, die mein Leben jetzt hat, überwiegen zu 100 Prozent." Der Schritt in die Selbständigkeit war allerdings nie geplant. Erst an ihrem 30. Geburtstag, als ein befreundeter Unternehmer meinte, der "Kukla-Prototyp" wäre perfekt für den Online-Handel, kamen erste Überlegungen für die Selbständigkeit auf. "Ich habe mir damals gedacht, das ist ein totaler Irrsinn. Ich komme nicht aus der Modebranche, ich komme nicht aus der Textilbranche. Ich habe keine Ahnung, ich bin kein Fashion Victim. Das ist ein Schuss ins Knie, das kann nicht funktionieren."

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-19 17:18:22
Letzte Änderung am 2018-09-19 17:39:18


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