Während der Corona-Krise wurde in Österreich weniger Bier konsumiert, wie aus der Versorgungsbilanz der Statistik Austria hervorgeht. Im Wirtschaftsjahr 2020/21 (1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021) sank der Bierverbrauch pro Kopf im Vergleich zu 2019/20 um 3,5 Liter auf 103,6 Liter und war damit so gering wie noch nie. 9.603.336 Hektoliter Bier wurden hierzulande im Berichtszeitraum erzeugt, nach 9.803.915 im Jahr davor.

Das in Österreich gebraute Bier wird hauptsächlich im eigenen Land getrunken. Laut dem Verband der Brauereien Österreichs ist die wichtigste Sorte nach wie vor das Lager- und Märzenbier mit einem Anteil von 70 Prozent. Die Absatzwege haben sich verschoben: Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie wurden rund zwei Drittel im Lebensmittelhandel verkauft, ein Drittel ging in die Gastronomie. 2021 waren es 80 Prozent im Handel und nur noch 20 Prozent in Lokalen. Nach Angaben des Brauereiverbands wurden 2020 in Österreich in 309 Braustätten mehr als 1.000 verschiedene Biere gebraut. Auf die sieben größten Betriebe (mehr als 500.000 Hektoliter) entfielen 75,5 Prozent des Gesamtausstoßes. Die 277 kleinsten Brauereien (weniger als 20.000 Hektoliter) kamen zusammen auf 1,1 Prozent.

Die Bierexporte brachen 2020 um über 19 Prozent auf 800.000 Hektoliter ein. Der Anteil der Bierexporte – gemessen am Gesamtausstoß – belief sich auf 13,5 Prozent. Österreichisches Bier wird größtenteils in Mehrweggebinden auf den heimischen Markt gebracht: Der Anteil betrug im Berichtsjahr 66 Prozent. (red.)


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