Wien. Ein tolles Gehalt und jede Menge "Zuckerln" wie Dienstwagen, Zusatzversicherungen, Weiterbildungsmöglichkeiten: So mancher scheint mit seinem Job das große Los gezogen zu haben. Dass es häufig trotzdem an Engagement und Motivation mangelt, qualifizierte Mitarbeiter sich nicht mit dem Unternehmen identifizieren, nur mehr Dienst nach Vorschrift verrichten und sich anderweitig umsehen, liegt allzu oft an fehlender Anerkennung und Wertschätzung der eigenen Person und Leistung.

Die amerikanische Gesellschaft für Human Ressource Management hat in einer aktuellen Studie Anerkennung als den mit Abstand wichtigsten Faktor für das Engagement der Mitarbeiter identifiziert, der doppelt so viel wiegt wie Gehalt und Bonifikationen. Dieses "emotionale Gehalt" ist das Fundament einer positiven Unternehmenskultur, ist Patrick Killmeyer, Gründer und Ideengeber der Online-Plattform "Kraftwerk Anerkennung" (kW-A), überzeugt.

Über die neue Plattform, hinter der Killmeyer, seine Frau Anne und ihr Geschäftspartner Philipp Sackl stehen, können Menschen in Schriftform Anerkennungen austauschen - privat oder beruflich. Damit nicht nur mit leeren Floskeln um sich geworfen wird, gelten in puncto Formulierung gewisse Spielregeln: Wer jemandem eine Anerkennung senden will, sollte eine menschliche Stärke oder Qualität nennen, die er beim Empfänger erkannt hat, und beschreiben, in welcher konkreten Situation dies geschehen ist. Zudem sollte der Nutzen genannt werden, also das, was der Empfänger der Anerkennung durch seine Stärke/Qualität dauerhaft bewirkt.

Beispielhafte Anerkennungen gibt es auf der Homepage von Kraftwerk Anerkennung nachzulesen. Bald werden dort auch die Namen von Referenzkunden aus dem Firmenbereich stehen. Während die private Nutzung gratis ist, kostet ein Unternehmenspaket ab 10 Euro pro Monat und Mitarbeiter. kW-A richtet die Teilnehmerkonten ein, wertet die Aktivitäten zwischen den Teilnehmern aus und erstellt Indizes. (Optional kann auch ein Trainer für den Kick-off vor Ort gebucht werden.)

Die Entscheidungsträger, die bereit sind, die Investition zu tätigen, unterstützt das Team von Kraftwerk Anerkennung bei der Etablierung einer Wertschätzungskultur, die zu mehr Engagement, stärkerer Mitarbeiterbindung und weniger Fluktuation führen soll. Wichtig sei, dass nicht nur der Chef "emotionales Gehalt" austeilt, sondern die Mitarbeiter sich auch gegenseitig Anerkennung geben. "Der Austausch von Anerkennung setzt Dopamin, Oxytocin und Endorphine frei", weiß Killmeyer um die gesundheitsfördernde Wirkung positiven Feedbacks. Letztendlich soll die gesamte Gesellschaft dafür gewonnen werden, mehr qualitätsvolle, ehrliche Anerkennung auszudrücken, so die Vision von Kraftwerk Anerkennung.

Warum fällt es uns eigentlich so schwer, die Stärken anderer anzuerkennen? - Weil uns vorgelebt wird, sich auf die Fehler zu konzentrieren, sagt Killmeyer: "Wir alle sind Weltmeister darin, sofort zu erfassen, was nicht gut läuft." Man sollte auch nicht Anerkennung mit Lob verwechseln. Lob sei eine Leistungsbeurteilung, die von oben herab wirke. Anerkennung hingegen hebe die Stärken einer Person hervor.

Mehr Infos über das Kraftwerk Anerkennung unter www.kw-a.com