Regionen gewinnen auf der Handlungsebene zwischen Gemeinde- und Länderpolitik immer mehr an Bedeutung. Die Gebietskulisse der Europäischen Union ist dafür mitverantwortlich. Vor allem die Gemeinschaftsinitiativen wie INTERREG und LEADER ermöglichen "grenzüberschreitende" Projekte und Kooperationen über bisher eher starre Gebietseinheiten hinweg.

"Integrierte ländliche Entwicklung", "nachhaltige Regionalentwicklung" oder "sektorenübergreifende Zusammenarbeit" gelten als Gebote der Stunde - und doch sind sie so schwer organisierbar. Mit den neu entstandenen Strukturen einer europäischen Regionalentwicklung haben sich auch neue Berufsfelder etabliert. Regionalmanager oder -berater engagieren sich zunehmend im Rahmen der Förderadministration, Projektbegleitung und Aktivierung in den Regionen.

Die umfassenden Qualifikationen wie Netzwerkadministration, Projektmanagement, Evaluierung, Raumplanung und Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr mussten bisher im spezifischen Zusammenhang erst mühsam individuell angeeignet werden.

Systematische Qualifizierungsangebote auf akademischem Niveau, die über Einzelmaßnahmen hinausgehen, hat es in Österreich bisher nicht gegeben. Der Europäische Universitätslehrgang für Regionalentwicklung - Master of Advanced Studies in Regional Management (EUR-MAS) - soll hier nun erstmals Abhilfe schaffen.

Der an alle professionell in der Regionalentwicklung tätige Personen adressierte Lehrgang startet im Herbst 2002, findet an unterschiedlichen europäischen Lernorten statt und forciert - nebst der Vermittlung von Fachwissen - den Kompetenzaufbau im Wissensmanagement, Projektmanagement und in der sozialen Interaktion. Der Theorie-Praxis-Mix steht dabei im Vordergrund.

Nähere Informationen über Inhalte, Anmeldung, Termine und Kosten sind der Homepage des Lehrgangs zu entnehmen: http://eur-mas.iff.ac.at