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Alpbach. (est) Was sollen Roboter mit ihrer künstlichen Intelligenz alles können und dürfen? Wie sehr sollen sie in unser Leben eindringen, wie viel über uns wissen und verstehen?

Geht es nach Markus Hengstschläger, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Rats für Forschung und Technologieentwicklung, soll dies die Österreichische Bioethik-Kommission beim Bundeskanzleramt beurteilen. Er wünscht sich einen themenübergreifenden Ethikrat, der sich mit den kniffeligen Fragen der Digitalisierung bis hin zur Gesetzgebung auseinandersetzt.

"Wir haben in der Kommission bei der Bioethik einen hohen Level erreicht mit klaren rechtlichen Vorgaben, die etwa genetische Eingriffe in die Keimbahn verbieten, aber in anderen Bereichen liberal sind. Für drängende ethische Probleme, die die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz aufwerfen, gibt es aber noch keine konkreten ethischen Positionen", sagte Hengstschläger am Mittwochabend in Alpbach bei der Präsentation einer Publikation, die sich den gesellschaftlichen und ethischen Herausforderungen der Digitalisierung widmet.

Der Wiener Fachhumangenetiker und stellvertretende Kommissionsvorsitzende schlug vor, das Gremium dahingehend weiterzuentwickeln, dass es sich auch diesen neuen Themen widmen könne, wobei "diese wohl noch komplexer sind als Bioethik". Der digitale Wandel müsse von der Gesellschaft gestaltet werden.