Erstmals wurde beim diesjährigen 6. Wiener Ball der Wissenschaften im Wiener Rathaus der Österreichische Preis für Freies Wissen vergeben. Wikimedia Österreich - der lokale Förderverein von Wikipedia - zeichnete in drei Kategorien den Wissenschaftsfonds FWF, den Verein "Open Knowledge Maps" und den Informatiker Hermann Maurer aus.

Erstmals wurde der Preis für Freies Wissen vergeben. - © Wikimedia Österreich
Erstmals wurde der Preis für Freies Wissen vergeben. - © Wikimedia Österreich

"Der FWF gelte seit Jahren als Pionier in Sachen ,Free Knowledge Mainstreaming' und Open Access: Ob Publikationen, Verlagsverträge oder Forschungsdaten - der Einsatz freier Lizenzen wird hier auf allen Ebenen gefordert und gefördert", heißt es in der Jurybegründung. Als zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung in Österreich passe der FWF optimal in das Profil des Preises. Der Wissenschaftsfonds erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Institution.

In der Kategorie "Zivilgesellschaftliches Engagement" zeichnete Wikimedia Österreich den Verein "Open Knowledge Maps" aus. "Der Verein will das wissenschaftliche Wissen der Welt für Forschung und Gesellschaft sichtbarer machen. Dazu betreibt das engagierte Team die weltgrößte visuelle Suchmaschine für wissenschaftliche Literatur", so die Begründung. Auf openknowledgemaps.org können Benutzer Wissenslandkarten zu einem Forschungsthema ihrer Wahl erstellen. Sie ermöglichen einen schnellen Einstieg in ein Thema. Der Service ist kostenlos.

>Preis für Lebenswerk an Hermann Maurer

Der österreichische Informatiker Hermann Maurer wurde in der Kategorie Lebenswerk geehrt. Seit 1996 arbeitet der Wissenschafter daran, ein frei zugängliches und zu großen Teilen offen lizenziertes, digitales Lexikon für Österreich zu schaffen. Ziel des Austria Forums - so der Name des Online-Lexikons - ist es nicht, ein österreichisches Lexikon zu sein, sondern "alles, was für Österreich interessant ist", kostenlos nachschlagbar zu machen, heißt es in der Jurybegründung.

Die Verleihung der Preise fand im Beisein von Leonore Gewessler, Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, statt.