Der Österreichische Staatspreis für Wissenschaftspublizistik geht heuer an Peter Illetschko, Ressortleiter Wissenschaft bei der Tageszeitung "Der Standard" und Mitglied im Vorstand des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten. Das teilte das Wissenschaftsministerium in einer Aussendung mit. Mit dem Förderungspreis wird die ORF-Redakteurin Judith Langasch ausgezeichnet, der Anerkennungspreis geht an die freie Journalistin Sonja Bettel. Der Staatspreis wird im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben.

Der mit dem mit 5500 Euro dotierten Staatspreis ausgezeichnete Wiener studierte Publizistik- sowie Kommunikations- und Theaterwissenschaft. Illetschko ist seit der Gründung der Tageszeitung im Jahr 1988 beim "Standard" tätig und fungiert dort seit 2013 als Leiter des Ressorts "Wissenschaft" in den Bereichen Print und Online. Seit 2003 koordiniert er die wöchentliche Beilage "Forschung Spezial" des Mediums. Für die Jury "steht Illetschko für engagierten, selbstbewussten und selbst recherchierten Journalismus". Nicht nur greife er gesellschaftlich relevante Themen auf, er setze sich auch beharrlich für den Wissenschaftsjournalismus insgesamt ein.

Peter Illetschko ist Leiter des Ressorts Wissenschaft beim "Standard". Für die Jury steht er für "engagierten, selbstbewussten und selbst recherchierten Journalismus". - © privat
Peter Illetschko ist Leiter des Ressorts Wissenschaft beim "Standard". Für die Jury steht er für "engagierten, selbstbewussten und selbst recherchierten Journalismus". - © privat

Die ebenfalls in Wien geborene Judith Langasch studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und Psychologie an der Universität Wien. Seit 2013 ist sie Redakteurin beim ORF. In ihrer Begründung für die Zuerkennung des mit 2500 Euro dotierten Förderungspreises hob die Jury Langaschs Bestreben hervor, sich mit ihren Beiträgen an ein breites Publikum zu richten, das nicht nur speziell an Wissenschaft interessiert ist.

Die freie Journalistin, Autorin und Moderatorin, Sonja Bettel, steht der Begründung für den mit 2000 Euro dotierten Anerkennungspreis zufolge "für multimedialen, vielfältigen Journalismus und besonderes Engagement für die Pressefreiheit". So ist die Gründerin des Onlinemagazins "Flussreporter" auch Mitbegründerin von "Freischreiber - Verein zur Förderung des freien Journalismus" und des Netzwerks "JoinMedia", das sich um die Unterstützung geflüchteter Journalisten verdient macht. Bettel wurde in Bad Vöslau (NÖ) geboren und hat an der Uni Wien Publizistik-und Kommunikationswissenschaft sowie Theaterwissenschaft studiert.

Die drei Preisträger haben sich unter insgesamt 37 Bewerbungen durchgesetzt. Die Verleihung der Auszeichnungen durch Wissenschaftsminister Heinz Faßmann wird am 1. Oktober über die Bühne gehen. (apa)